Nach Angaben des ukrainischen Militärs haben russische Truppen erneut versucht, das Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol zu erstürmen. In dem Stahlwerk haben neben ukrainischen Kämpfern Schätzungen zufolge auch noch bis zu 200 Zivilisten Zuflucht gesucht. Für die nächsten Tage hat Russland eine tägliche, auf mehrere Stunden begrenzte Feuerpause angekündigt, damit sich diese Menschen in Sicherheit bringen können.
Gespannt bleibt die Lage auch an anderen Frontabschnitten im Donbass: Ukrainische Truppen vor Donezk stehen nach Angaben des ukrainischen Generalstabs unter schwerem Beschuss von Artillerie und Luftwaffe. Das russische Militär versuche, Angriffe auf die Städte Liman, Popasna und Sjewjerodonezk zu initiieren. Eigenen Angaben nach konnten die Ukrainer die Angriffe abwehren. Einen Erfolg meldet der ukrainische Generalstab von der Südfront: Demnach ist es dort gelungen, dem Gegner die Kontrolle über mehrere Ortschaften an der Grenze zwischen den Gebieten Cherson und Mykolajiw zu entreißen.