Der SPD-Politiker Michael Roth schließt
EU-Sanktionen gegen Altkanzler Gerhard Schröder nicht aus. "Ein weiteres Indiz der Tragik des Falls Schröder ist, dass wir ernsthaft über Sanktionen gegen einen ehemaligen Bundeskanzler diskutieren müssen, der zu einem russischen Energie-Lobbyisten geworden ist", sagt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der
Deutschen Presse-Agentur. "Die Europäische Union ist gehalten, immer wieder zu prüfen, wer mitverantwortlich ist für diesen Krieg, wer ihn rechtfertigt und verteidigt oder verharmlost. Darüber muss am Ende die EU befinden."
"Allerspätestens nach diesem unterirdischen Interview in der
New York Times ist das Kapitel SPD und Gerhard Schröder ein für alle Mal beendet", sagt Roth. "Mich schmerzt das und mich beschämt das als jemand, der selber Gerhard Schröder zwei Mal zum Bundeskanzler gewählt hat." Den Schaden habe nicht nur die SPD zu tragen, sondern ganz Deutschland.