Vertreter mehrerer Länder haben am Freitag ein Entwicklungshilfe-Treffen bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington zeitweise verlassen - aus Protest gegen einen Redebeitrag Russlands. Entwicklungsministerin Svenja Schulze sagte, als der russische Ressortchef das Wort ergriffen habe, sei sie gemeinsam mit Vertretern anderer Staaten aus dem Raum gegangen. Darunter seien Kollegen aus Japan, Großbritannien, Frankreich und Italien gewesen.
Schulze hatte bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank Pläne für ein neues Bündnis für globale Ernährungssicherheit vorgestellt. Dies solle auf die Hungerkrise reagieren, die sich durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine verschärft. Schulze sagte, der Vorschlag sei bei der Tagung auf viel Zuspruch anderer Länder gestoßen.