Letztes Update:
20220422091702

09:03
22.04.2022
Dem englischen Snooker-Profi Jack Lisowski ist es bei der WM in Sheffield nach eigenen Worten nicht gestattet worden, mit Ukraine-Fähnchen anzutreten. "Ich habe versucht, diese zu tragen, und sie sagten mir, ich könnte es nicht, es sei denn, ich wäre Ukrainer", sagte Lisowski einem BBC-Bericht vom Donnerstagabend zufolge.
Der 30-Jährige wurde in England geboren, sein Großvater ist allerdings Ukrainer. "Jeder in diesem Raum würde zustimmen, dass sie die Ukraine unterstützen, also warum zum Teufel kann ich es nicht tragen?", sagte er nach seinem Sieg in der ersten Runde. Ein Sprecher der World Snooker Tour sagte dem BBC-Bericht zufolge: "Als internationaler Sport haben wir immer die Richtlinien der politischen Neutralität verfolgt, und in diesem Sinne sind es unsere Richtlinien, nicht zuzulassen, dass unser Sport bei der Weltmeisterschaft als politische Plattform benutzt wird."

08:56
22.04.2022
Der Vorsitzende der umstrittenen Klimastiftung MV, Erwin Sellering (SPD), will bei einem Pressetermin am Vormittag in Schwerin über die Zukunft der maßgeblich vom Pipeline-Betreiber Nord Stream 2 finanzierten Stiftung reden. Wie es in der Einladung heißt, soll dargelegt werden, "was im gemeinwohlorientierten Bereich der Stiftung erreicht worden ist und wie es mit der Arbeit weitergeht". Daneben gab es auch einen wirtschaftlichen Teil der Stiftung, der den Fertigbau der deutsch-russischen Ostsee-Gaspipeline unterstützt hatte. Die Stiftung steht daher in der Kritik.

08:54
22.04.2022
Die Grünen-Spitze hat sich für eine sofortige Auflösung der von der Schweriner Landesregierung ins Leben gerufenen Klimastiftung ausgesprochen. "Nord Stream ist tot. Jetzt kann man die Landesstiftung auch sofort auflösen", sagt der Grünen-Bundesvorsitzende Omid Nouripour im Deutschlandfunk. Nouripour hoffe, dass dies "so schnell wie möglich passiert".
Anfang 2021 war in Mecklenburg-Vorpommern eine Klimastiftung ins Leben gerufen worden, die helfen sollte, die Pipeline trotz US-Sanktionsdrohungen fertigzustellen. Wie kürzlich publik gewordene Unterlagen zeigen, war die Nord Stream 2 AG mit dem russischen Staatskonzern Gazprom als Mehrheitseigner direkt an den Vorbereitungen für die Stiftung beteiligt. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte zugegeben, dass es Gespräche gab, wies jedoch Berichte zurück, wonach sie bei der Stiftungsgründung Nord Stream 2 die Feder geführt habe.
"Es ist richtig, dass gerade in Mecklenburg Vorpommern es noch einige Fragen gibt, die beantwortet werden müssen", sagt Nouripour. Darunter auch die Frage, ob die umstrittene Klimastiftung auf die von der Nord Stream 2 AG gezahlten 20 Millionen Euro Schenkungssteuer entrichten muss.

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