Letztes Update:
20220422020441

12:29
21.04.2022
UPDATE Die Bundesregierung bereitet einen Ringtausch für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine vor. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll dabei der Nato-Partner Slowenien eine größere Stückzahl seiner Kampfpanzer an die Ukraine abgeben und aus Deutschland dafür den Schützenpanzer Marder sowie den Radpanzer Fuchs erhalten. Slowenien nutzt noch eine jugoslawische Variante des Kampfpanzers T-72 unter der Bezeichnung M-84.
Das noch aus der Sowjetzeit stammende Waffensystem T-72 wird vom ukrainischen Heer bereits eingesetzt und erfordert keine umfangreiche Zusatzausbildung. Nach Informationen der dpa aus Regierungskreisen hat Slowenien als Kompensation auch moderneres Gerät aus Deutschland angefordert, darunter den deutschen Kampfpanzer Leopard 2, den Radpanzer Boxer sowie den Schützenpanzer Puma, der in der Bundeswehr als Nachfolger des seit 50 Jahren genutzten Marder eingeführt wird.
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) bestätigte unterdessen, dass Deutschland ukrainische Soldaten an der Panzerhaubitze 2000 ausbilden werde. "Weil wir das Knowhow haben, um daran auszubilden. Das ist eine Möglichkeit, um auch diesen Support zu leisten", sagte Lambrecht in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv.

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09:05
21.04.2022
Der FDP-Verteidigungspolitiker Alexander Müller fordert von der Bundesregierung nun schnelle Entscheidungen über den weiteren Kurs bei Waffenlieferungen an die Ukraine. "Die deutsche Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, ob wir wie die Nato-Partner schwere Waffen liefern. Bis heute ist die Linie der Bundesregierung noch unklar", sagt Müller der Deutschen Presse-Agentur. "Viel wäre erreicht, wenn die Ausfuhranträge, die bereits seit zwei Monaten vorliegen, endlich entschieden würden", fordert er. Müller ist Sprecher für Wehrtechnik und Beschaffungswesen der FDP-Bundestagsfraktion sowie Obmann im Verteidigungsausschuss.

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