Das
russische Militär hat nach Angaben von Verteidigungsminister
Sergej Schoigu die umkämpfte südostukrainische Hafenstadt
Mariupol unter seine Kontrolle gebracht. Das teilte Schoigu bei einem mit Kremlchef Wladimir Putin im Staatsfernsehen übertragenen Treffen mit. "Die verbliebenen
ukrainischen Kampfeinheiten haben sich
auf dem Industriegelände der Fabrik Azovstal verschanzt", sagte Schoigu.
Präsident Putin ordnete an, das Stahlwerk nicht zu stürmen. Ein entsprechender Befehl solle zurückgenommen werden. Allen Gefangenen werde das Leben garantiert, sagte Putin. Er sprach von einem Erfolg und der "Befreiung Mariupol" und ordnete an, die beteiligten Militärs auszuzeichnen. "Sie sind alle Helden", sagte Putin.Nach Darstellung Schoigus sind die
ukrainischen Einheiten vollständig blockiert. Der Minister versicherte, dass die
Fabrik in drei bis vier Tagen ebenfalls eingenommen werden solle. Über die angebotenen humanitären Korridore habe niemand das Werk verlassen, sagte der Minister. Zuvor hatte die ukrainische Seite Verhandlungen vorgeschlagen über das Schicksal der Kämpfer und die Rettung von Zivilisten, die in dem Werk Zuflucht gesucht hätten.
Unterdessen fordert die
ukrainische Regierung von Russland für das eingekesselte Stahlwerk
Azovstal in Mariupol einen humanitären Korridor. "Dort befinden sich gerade etwa 1000 Zivilisten und 500 verwundete Soldaten. Sie müssen alle heute aus Azovstal herausgeholt werden!", schrieb Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk im Nachrichtenkanal
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