Der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Rüdiger Lucassen, fordert eine Entscheidung des Bundestages über eine Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Mit einer solchen Lieferung werde "die Bundesrepublik völkerrechtlich zwar eindeutig nicht zur Kriegspartei", sagt Lucassen der Deutschen Presse-Agentur. "Es besteht aber das Risiko, dass Moskau dies anders sieht. Dieses erhebliche Risiko muss die Bundesregierung kalkulieren und eine Entscheidung dieser Tragweite daher zwingend dem Deutschen Bundestag zur Abstimmung vorlegen."
Der Politiker plädiert für Lieferungen an die Ukraine aus Beständen der östlichen Nato-Partner, die noch über Waffensysteme aus der Sowjetzeit verfügen. Die Bundesregierung könne diese Lücken wiederum mit deutschem Gerät rasch auffüllen. Polen verfüge bereits über deutsche Leopard-Panzer und könne den Schützenpanzer Marder in überschaubarer Zeit in seine Streitkräfte integrieren. Gleichzeitig würden man die osteuropäischen Nato-Staaten weiter in Richtung einheitlicher Nato-Standards bringen. Dieses Ziel sei 25 Jahre nach dem Beitritt immer noch nicht erreicht.