Für Papst Franziskus sind der Krieg in der Ukraine und die anderen Konflikte auf der Welt das Ergebnis einer generellen Abkehr vom Frieden. "Wir leben nach einem Schema, in dem wir uns umbringen, wegen des Willens nach Macht, nach Sicherheit, nach vielen Dingen", sagt das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem TV-Interview des italienischen Senders Rai 1. "Ich verstehe die Regierungen, dass sie Waffen kaufen. Ich verstehe sie, aber heiße es nicht gut", so Franziskus.
Der Pontifex hatte seit Kriegsbeginn in der Ukraine immer wieder den Einsatz von Waffen kritisiert und für eine diplomatische Lösung geworben. "Wenn wir in einem System des Friedens leben würden, wäre das nicht nötig", sagt er nun in dem Interview. Dabei erinnert er auch "an die versteckten Kriege, die man nicht sieht, die weit weg sind von uns".