Letztes Update:
20220415020409

13:45
14.04.2022
Rund zwei Wochen nach der Umstellung auf Rubel-Zahlungen für russisches Gas beklagt Kremlchef Wladimir Putin angeblich durch westliche Banken verschuldete Zahlungsausfälle. "Es sind Zahlungsausfälle bei Exportlieferungen russischer Energieressourcen zu beobachten", sagte Putin bei einer Sitzung zur Entwicklung des russischen Energiesektors, die in Teilen im Staatsfernsehen übertragen wurde. "Die Banken aus diesen äußerst unfreundlichen Staaten halten die Überweisung von Zahlungen zurück", so der Präsident.
Putin hatte Ende März angewiesen, dass EU-Länder Lieferungen von russischem Gas künftig nur noch in Rubel bezahlen dürfen. Allerdings können die Kunden bei der Gazprombank ein Konto angelegen und dort wie bisher in Dollar und Euro einzahlen. Die Bank konvertiert das Geld in Rubel und überweist es an Gazprom. Die Umstellung auf Rubel war eine Reaktion Moskaus auf westliche Sanktionen wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine.

13:15
14.04.2022
Russland warnt für den Fall eines Beitritts von Finnland und Schweden zur Nato vor Folgen für die Sicherheit in Europa und droht offen mit der Stationierung von Atomwaffen im Baltikum. "In diesem Fall kann schon nicht mehr von einem atomwaffenfreien Status des Baltikums die Rede sein", schreibt der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew in seinem Nachrichtenkanal bei Telegram. 
Der Politiker, Vize-Chef des Sicherheitsrates, droht konkret mit der Stationierung von "Iskander"-Raketen, Hyperschallwaffen und Kriegsschiffen mit Atomwaffen – für die Finnen und Schweden etwa in Reichweite "des eigenen Hauses". "Wir wollen hoffen, dass die Vernunft der nördlichen Partner doch noch siegt", meinte Medwedew. Doch wenn nicht, dann werde Russland handeln. Er äußerte sich mit Blick auf Debatten in Finnland und Schweden, in nächster Zeit über eine Nato-Mitgliedschaft zu entscheiden.

Womöglich wird die Welt dann schon bald, also bis zum Sommer dieses Jahres, noch unsicherer. 13:15
14.04.2022
Dmitri Medwedew
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