Letztes Update:
20220411124329

10:07
11.04.2022
In Finnland betont Regierungschefin Sanna Marin die Vorteile einer Nato-Mitgliedschaft ihres Landes. Ohne sich für oder gegen einen Aufnahmeantrag auszusprechen, machte sie in einem Interview klar, dass es keine andere Sicherheitslösung gebe, die einer Mitgliedschaft in dem Militärbündnis entspreche. "Der Nato-Artikel 5 bietet eine umfassende Sicherheit. Die Nato hat auch gemeinsame Übungen und eine gemeinsame Verteidigungspolitik", sagte Marin nach Angaben des Rundfunksenders Yle im Gespräch mit Radio Suomi. Es gebe kein System, das dieselben Sicherheitsgarantien wie die Nato biete.
Russlands Angriff auf die Ukraine hat in Finnland wie auch im benachbarten Schweden eine Debatte über einen möglichen Nato-Beitritt neu entfacht. Bislang sind die beiden Länder enge Nato-Partner - aber eben keine Mitglieder. Finnland steuert derzeit mit schnellen Schritten auf einen Entschluss in der Frage zu. 

09:56
11.04.2022
Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg verteidigt das geplante Treffen von Kanzler Karl Nehammer mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin gegen Kritik. "Es geht einfach darum, dass wir (...) jede Chance ergreifen müssen, um die humanitäre Hölle in der Ukraine zu beenden", sagt er am Rande des EU-Außenministertreffens im Luxemburg. Der Bundeskanzler gehe mit sehr klaren Botschaften humanitärer und politischer Art nach Moskau. "Jede Stimme, die dem Präsidenten Putin verdeutlicht, wie die Realität sich außerhalb der Mauern des Kremls wirklich darstellt, ist keine verlorene Stimme", sagt er.
Der Besuch sei so besprochen, dass es ausschließlich ein Vieraugengespräch ohne Medien gebe: "Das heißt, aus unserer Warte ist alles getan, damit es eben nicht missbraucht wird." Nehammer will sich im Anschluss an sein Treffen mit Putin vor Journalisten in Moskau äußern.

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09:49
11.04.2022
Der russische Staat will angesichts der Wirtschaftssanktionen vorerst keine Staatsanleihen mehr begeben. In einem in der Nacht zum Montag veröffentlichten Interview mit der Tageszeitung Iswestija kündigte der russische Wirtschaftsminister Anton Siluanow an, dass im weiteren Verlauf des Jahres keine Anleihen platziert werden. Nach Einschätzung des Ministers reichen die Einnahmen unter anderem aus dem Verkauf von Öl und Gas aus, um die laufenden Ausgaben des Staates zu decken.
Der Minister verwies auf die hohen Kosten, die derzeit mit einer weiteren Schuldenaufnahme für den russischen Staat verbunden wären. Eine solche Maßnahme mache keinen Sinn, denn die Kosten "wären astronomisch".

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