Letztes Update:
20220408112010

11:02
08.04.2022
Der russische Aluminiumkonzern Rusal hat als erstes russisches Großunternehmen eine "objektive und unabhängige Aufklärung des Verbrechens" in der ukrainischen Stadt Butscha nahe Kiew gefordert. Mit seiner Pressemitteilung weicht der Konzern von der Sprachregelung des Kremls ab, der die Tötung der Zivilisten in Butscha als "Fake" bezeichnet hat. 
In der Presseerklärung macht Rusal zwar keine direkten Schuldzuweisungen, spricht aber von einem schockierenden Verbrechen und fordert "eine harte Bestrafung für die Täter". Zugleich spricht sich der Aluminiumgigant für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts aus. 

11:01
08.04.2022
Der von Deutschland und Frankreich geplante Nachfolger der Kampfpanzer Leopard und Leclerc könnte ein europäisches Projekt werden. Der Chef des deutsch-französischen Rüstungskonzerns KNDS, Frank Haun, sagt der "Wirtschaftswoche": "Wir hören, dass sich Italien, Norwegen, Polen und Großbritannien beteiligen möchten, sobald es möglich ist." Das könnte schon nächstes Jahr geschehen. Die vier Staaten könnten nicht nur Aufträge, sondern auch Technologie beitragen, "wie Kongsberg aus Norwegen oder Leonardo aus Italien".
Zu KNDS gehört der Münchner Panzerbauer Kraus-Maffei Wegmann. Haun forderte für sein Unternehmen die industrielle Führung bei dem Panzerprojekt. 

10:46
08.04.2022
 EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht in ihrer Reise nach Kiew ein "deutliches Zeichen der Unterstützung für die Ukrainer". Das Land brauche dringend Hilfe, sagt die deutsche Politikerin auf dem Weg in die ukrainische Hauptstadt. Dort will sie unter anderem den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen.
Das wichtigste Thema für Selenskyj werde wohl der Weg seines Landes in die EU sein, sagte von der Leyen. "Wir wollen die Ukraine unterstützen und ihr Hoffnung geben." Selenskyj hatte kurz nach Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine die Mitgliedschaft in der EU beantragt. Derzeit prüft die EU-Kommission auf Bitten des Rats der EU-Staaten den Antrag.
"Unser Ziel ist es, dem Rat in diesem Sommer den ukrainischen Antrag vorzulegen", sagt von der Leyen. Doch  selbst wenn die EU-Kommission den Antrag positiv bewerten sollte, könnte allein der Start der Aufnahmeverhandlungen noch lange auf sich warten lassen, da alle EU-Staaten einverstanden sein müssen.

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