Letztes Update:
20220407020548

09:27
06.04.2022
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben sich 2,52 Millionen Menschen in Polen in Sicherheit gebracht. Das teilt der polnische Grenzschutz auf Twitter mit. Allein am Dienstag waren es 21.000 Flüchtlinge, ein Anstieg um 13 Prozent im Vergleich zum Tag zuvor. In Richtung Ukraine überquerten seit Kriegsbeginn 485.000 Menschen die Grenze. Dabei handelt es sich nach früheren Angaben zum größten Teil um Ukrainer, die gegen die russischen Truppen kämpfen wollten. Andere kehrten zurück, um sich um Kinder oder hilfsbedürftige Angehörige zu kümmern.
Es gibt derzeit keine offiziellen Angaben, wie viele der Kriegsflüchtlinge in Polen geblieben und wie viele bereits in andere EU-Staaten weitergereist sind. Nach Deutschland kamen mehr als 310.000 Menschen. Die Ukraine - flächenmäßig das größte Land in Europa - hatte vor dem russischen Einmarsch am 24. Februar mehr als 44 Millionen Einwohner. 

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Ich kann Ihnen eine Geschichte aus meiner Familie erzählen. Von meiner Schwiegermutter, sie ist halb Russin, und ihrer Schwester, die seit vielen Jahrzehnten in Moskau lebt. Es gibt keinen anderen Menschen, der wichtiger gewesen wäre für meine Schwiegermutter. Am ersten Kriegstag hat die Schwester aus Moskau meine Schwiegermutter angerufen und gefragt: „Was ist los bei euch?“ Und meine Schwiegermutter hat ihr ein Video geschickt, mit dem Geheul der Sirenen, den Raketen, den Anschlägen. Aber ihre Schwester sagte: „Das ist alles Blödsinn, was erzählst du mir, das ist alles nachgestellt, das ist nicht wahr.“ Und meine Schwiegermutter hat geweint und hat gesagt: „Von diesem Tage an habe ich keine Schwester mehr.“ Putins Propaganda hat ganze Arbeit geleistet. Man kann nicht erwarten, dass bald wieder Frieden herrscht. Wir können nicht einfach zur Normalität zurückkehren. Das wird nicht geschehen. 09:08
06.04.2022
Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auf die Frage zu den Geschichten über die engen Beziehungen zwischen ukrainischen Familien und Russland.
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