Eine drohende Krise bei der medizinischen Versorgung von HIV-Infizierten in der Ukraine ist nach Angaben des Europa-Büros der Weltgesundheitsorganisation WHO vorerst abgewendet worden. Gemeinsam mit der US-Regierungsinitiative Pepfar, den ukrainischen Behörden und Partnerorganisationen habe die WHO die Beschaffung von 209.000 Packungen des antiretroviralen Medikaments TLD sichergestellt, erklärt die WHO Europa. Auslöser waren alarmierende Berichte über unterbrochene HIV-Behandlungen, die das Leben von Tausenden Menschen bedrohten.
Der größte Teil des Bedarfs aller Menschen, die in der Ukraine wissentlich mit HIV lebten, könnte damit in den nächsten zwölf Monaten abgedeckt werden. Die erste Ladung mit Medikamenten habe die polnische Grenze zur Ukraine bereits überquert und komme nun bald in die HIV-Versorgungseinrichtungen.