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13:16
04.04.2022
Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow wirft der russischen Armee ein Massaker an Zivilisten in dem ukrainischen Ort Butscha vor und droht mit Vergeltung: "So etwas Böses darf nicht ungestraft bleiben. Unsere Aufklärung identifiziert systematisch alle Eindringlinge und Mörder. Alle! Jeder wird zu seiner Zeit bekommen, was er 'verdient' hat", heißt es in der auf Facebook veröffentlichten Mitteilung.
Der Minister lobt Generalstabschef Walerij Saluschnyj und alle Offiziere und Soldaten, die dazu beigetragen hätten, den Gegner aus dem Umland von Kiew zu vertreiben. In den östlichen Gebieten Charkiw, Luhansk und Donezk werde weiter heftig gekämpft.

12:59
04.04.2022
CSU-Chef Markus Söder verurteilt die Gräueltaten in der ukrainischen Stadt Butscha scharf - lehnt einen sofortigen Importstopp für Gas aus Russland aber trotzdem erneut ab. Aus Öl und Kohle solle man kurzfristig aussteigen, beim Gas dagegen mittelfristig. "Ein Hals-über-Kopf-Ausstieg aus dem Gasbereich führt zu massivsten Einbrüchen der deutschen Wirtschaft, zu massivstem Verlust von Arbeitsplätzen", sagt der bayerische Ministerpräsident.
Es handle sich bei den Gräueltaten in Butscha um Kriegsverbrechen. "Da führt auch kein Pfad mehr zurück in die zivilisierte Welt." Die Kriegsverbrechen müssten in Den Haag geahndet werden, forderte Söder.

11:55
04.04.2022
UPDATE | Nach dem Fund Dutzender Leichen in Butscha widerspricht der Kreml den Vorwürfen. "Wir weisen alle Anschuldigungen kategorisch zurück", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Zugleich warnt er internationale Politiker vor voreiligen Schuldzuweisungen. Es müssten alle Seiten gehört werden. Peskow sagt, der Fall müsse auf höchster Ebene im UN-Sicherheitsrat besprochen werden. Er kritisiert, dass eine entsprechende Initiative blockiert worden sei. 
Zugleich stellt Peskow weiterhin die Echtheit der zahlreichen Aufnahmen der toten Zivilisten infrage. Die Bilder stammen teils von internationalen Pressefotografen, die anders als der Kremlsprecher direkt vor Ort waren. Dennoch meint Peskow: "Nach dem, was wir gesehen haben, ist dem Videomaterial in vielerlei Hinsicht nicht zu trauen, weil unsere Spezialisten aus dem Verteidigungsministerium dort Hinweise auf Videofälschungen und andere Fakes festgestellt haben." Derweil hat Russlands Ermittlungskomitee ein Verfahren wegen der Verbreitung von angeblichen Falschmeldungen zu Morden an Zivilisten in Butscha eingeleitet. 

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