Letztes Update:
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10:36
04.04.2022
UPDATE | Die Bundesregierung weist die scharfe Kritik des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zurück. Der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner sagt auf eine entsprechende Frage, man habe zwar Verständnis für die Ausnahmesituation, in der sich die Ukraine in diesem entsetzlichen Krieg befinde. "Die Kritik am Bundespräsidenten weisen wir zurück", fügt er aber hinzu.
Melnyk hatte Steinmeier in einem Tagesspiegel-Interview politische Nähe zu Russland vorgeworfen. "Für Steinmeier war und bleibt das Verhältnis zu Russland etwas Fundamentales, ja Heiliges, egal was geschieht. Auch der Angriffskrieg spielt da keine große Rolle", sagt er. Deutschland habe weiter zu viele Eigeninteressen in Bezug auf Russland, etwa die Abhängigkeit von Gas, Öl und Kohle. Schuld daran sei auch Steinmeiers Agieren als Kanzleramtschef und später als Außenminister. 

10:29
04.04.2022
Die EU-Staaten können bis zu 17 Milliarden Euro aus dem europäischen Gemeinschaftshaushalt für die Aufnahme und Unterstützung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine nutzen. Eine heute getroffene Entscheidung des Ministerrats ermöglicht es, Gelder aus dem sogenannten Kohäsionsfonds und einem Hilfsfonds für benachteiligte Personen umzuwidmen. 
Zudem sollen auch Mittel aus dem Fonds für regionale Entwicklung und dem Sozialfonds zur Bewältigung der Flüchtlingskrise verwendet werden können, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilt.

10:13
04.04.2022
UPDATE | Etwa vier von fünf Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine sind weiblich. Das zeigen die Ergebnisse einer Befragung im Auftrag des Bundesinnenministeriums, an der auch nicht offiziell untergebrachte Geflüchtete teilnahmen. Demnach sind 84 Prozent der Menschen aus der Ukraine, die in Deutschland Zuflucht gesucht haben, Frauen oder Mädchen. 58 Prozent der Befragten gaben an, gemeinsam mit ihren Kindern geflüchtet zu sein. Bei den rund 17 Prozent der Geflüchteten, die ohne Begleitung kamen, handelt es sich laut Innenministerium vor allem um ältere Menschen.
Zuvor war bekannt geworden, dass die Bundespolizei seit Beginn des russischen Angriffskriegs insgesamt 306.836 Geflüchtete erfasste. Binnen 24 Stunden kamen 3.362 Neuankömmlinge hinzu. Es ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl der Geflüchteten höher liegt, da es an den Grenzen keine festen Kontrollen gibt und sich Menschen mit ukrainischem Pass 90 Tage lang ohne Visum in der EU aufhalten dürfen.

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