In der umkämpften ukrainischen Hafenstadt Mariupol soll es heute einen neuen Versuch geben, Menschen über einen humanitären Korridor in Sicherheit zu bringen. Seit neun Uhr MESZ gilt nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums eine Feuerpause, die die Evakuierung von Einwohnern ermöglichen soll. Die Menschen sollen unter Beteiligung des Roten Kreuzes und des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen aus der Stadt herausgebracht werden.
Die Behörden in Mariupol teilen indes mit, dass die Fluchtwege dort noch geschlossen seien. Lediglich in der nahegelegenen und von russischen Truppen besetzten Stadt Berdjansk hat demnach bereits die Evakuierung von Menschen begonnen, die aus Mariupol dorthin geflüchtet waren. Sie bestiegen Busse für die Fahrt in das von ukrainischen Behörden kontrollierte Saporischschja.