Russland will nach eigenen Angaben an diesem Freitag einen
neuen Anlauf für einen humanitären Korridor aus der umkämpften Hafenstadt Mariupol nehmen. Das russische Verteidigungsministerium kündigt eine Feuerpause für den Morgen und den geplanten Beginn der Evakuierung um 9.00 Uhr MESZ an. Die Menschen sollten unter Beteiligung des Roten Kreuzes und des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen aus der Stadt herausgebracht werden, sagt der Generalmajor Michail Misinzew.
Der neuerliche Versuch für einen humanitären Korridor
folge einem Appell von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an Wladimir Putin, teilt das Ministerium weiter mit. Misinzew wirft der ukrainischen Seite vor, sie habe die Evakuierung der Stadt am Donnerstag durch Beschuss verhindert. Tausende Menschen seien allerdings aus Mariupol herausgebracht worden. Die ukrainische Seite gibt an, in die Stadt seien keine Busse gelangt. Am
Freitag solle es aber einen neuen Versuch geben, sagt Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk. Demnach sind aber bereits Menschen mit Privatautos aus der Stadt entkommen.