Das Nato-Mitglied Montenegro schließt sich den Russland-Sanktionen der Europäischen Union weiterhin nicht an. Die Regierung des EU-Beitrittskandidaten konnte keine Einigung über einen Sanktionsbeschluss erzielen, wie das Nachrichtenportal vijesti.me berichtet.
Die Mehrheit des Kabinetts ist pro-serbisch und pro-russisch eingestellt. Ministerpräsident Zdravko Krivokapic - auch er ein Pro-Serbe - will nun eine Kommission einsetzen lassen, die über Sanktionen beschließt. Andere Regierungsmitglieder lehnen das ab. Krivokapic und sein Kabinett sind nur noch geschäftsführend im Amt. Anfang Februar hatte ihm das Parlament das Vertrauen entzogen. Der pro-westliche Vize-Ministerpräsident Dritan Abazovic bemüht sich derzeit, eine Minderheitsregierung zu bilden.