Letztes Update:
20220330010154
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00:45
30.03.2022
Die humanitäre Krise in der Ukraine als Folge des russischen Angriffskriegs ist nach Ansicht des Chefs des UN-Welternährungsprogramms, David Beasley, "eine Katastrophe auf einer Katastrophe". Bereits vor dem Krieg habe es beispielsweise im Jemen oder an einigen Orten Afrikas schlimme Hunger-Krisen gegeben, wo man nur mit großen Mühen ausreichend helfen habe können, sagt Beasley dem UN-Sicherheitsrat in New York. Nun sei die Krise in der Ukraine noch dazugekommen.

Das Land sei innerhalb weniger Wochen "vom Brotkorb zu Brot-Schlangen" verändert worden. Die Folgen weltweit könnten in Hinblick auf die Versorgung von Hungerleidenden die schlimmsten seit dem Zweiten Weltkrieg sein, warnt Beasley vor dem Sicherheitsrat, der zum wiederholten Male zu einer Diskussion über die humanitäre Situation in der Ukraine zusammengekommen war.

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00:22
30.03.2022
Das tschechische Parlament hat der Verlängerung des wegen des Flüchtlingszustroms aus der Ukraine verhängten Notstands bis Ende Mai zugestimmt. Dafür votierten 82 Abgeordnete; 62 waren dagegen. Das liberalkonservative Kabinett unter Ministerpräsident Petr Fiala hatte den Notstand Anfang März ausgerufen. Er gibt der Regierung mehr Entscheidungsbefugnisse und soll eine bessere Koordinierung der Hilfe ermöglichen.
Tschechien gehöre zu den am stärksten betroffenen Aufnahmeländern, sagte Innenminister Vit Rakusan: "Wir wissen alle, dass wir bald an die Grenzen unserer Kapazitäten kommen - und ich sage offen, dass wir dann Hilfe von anderen Staaten brauchen werden." Seit dem Beginn der russischen Invasion vor einem Monat sind rund 300.000 Flüchtlinge aus der Ukraine in Tschechien angekommen. Etwa die Hälfte davon sind Kinder.

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