Letztes Update:
20220329184628

18:30
29.03.2022
Polen will seinen Import von Kohle aus Russland stoppen. Das polnische Kabinett habe entsprechende Rechtsvorschriften beschlossen, sagte ein Regierungssprecher in Warschau. "Wir sind uns bewusst, dass dies rechtliche Fragen aufwerfen kann. Leider sind die Zweifel berechtigt, aber wir können nicht länger darauf warten, dass die EU in dieser Angelegenheit reagiert." Kürzlich sagte  Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bei einem Besuch von EU-Ratspräsident Charles Michel, sein Land würde vor allem die Einfuhr russischer Kohle auch sofort einseitig stoppen. Dafür bräuchte er nur die Zusicherung der EU-Kommission, Polen dafür nicht zu bestrafen, weil Sanktionspolitik EU-Sache sei.
Gegenwärtig gewinnt Polen fast 80 Prozent seiner Energie aus Steinkohle und Braunkohle. Der Regierungssprecher kündigte an, im Laufe dieser Woche werde Polen auch seinen Plan zum Ausstieg aus russischen Erdöl-Lieferungen vorstellen.

18:10
29.03.2022
Nach einem Gespräch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit Kremlchef Wladimir Putin ist eine geplante Evakuierungsmission für die belagerte ukrainische Hafenstadt Mariupol weiter offen. Macron habe bei Putin angesichts der katastrophalen humanitären Lage in der Stadt auf die Notwendigkeit eines Waffenstillstands für die Versorgung und Evakuierung der Bevölkerung gepocht, hieß es am Abend aus dem Élyséepalast in Paris. Putin habe zugehört und zugesichert, über den Vorstoß nachzudenken und sich bei Macron zurückzumelden.
Frankreich strebt die Hilfsaktion gemeinsam mit der Türkei und Griechenland unter dem Dach der Vereinten Nationen an. Die russische Seite müsse gewährleisten, dass Zivilisten in jede gewünschte Richtung die Stadt verlassen könnten und es einen ungehinderten, abgesicherten Zugang für Hilfslieferungen gibt, hieß es aus dem Élyséepalast. Es mangele in der seit über drei Wochen von russischen Truppen eingeschlossen Stadt an Wasser, Essen und Medikamenten. Humanitäres Recht müsse respektiert werden. Man werde jetzt sehen, was die russische Antwort ist.

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