Letztes Update:
20220328174758

17:47
28.03.2022
Als Angebot für Kriegsflüchtlinge wollen ARD und ZDF Beiträge ihrer populärsten Nachrichtensendungen mit ukrainischen Untertiteln anbieten. Es geht dabei um Beiträge aus den ZDF-Sendungen "heute" (19 Uhr) und "heute journal" sowie aus der 20-Uhr-"Tagesschau" der ARD. Die Nachrichtensendungen der öffentlich-rechtlichen Sender ziehen in Deutschland täglich Millionen vor den Bildschirm.
ZDF-Intendant Norbert Himmler sagt für seinen Sender, man werde relevante Nachrichtenbeiträge der 19-Uhr-Ausgabe von "heute" sowie des "heute journals" untertiteln. Nach ZDF-Angaben werden diese auf dem "heute"-Youtube-Kanal in einer Playlist veröffentlicht, sie sollen auch in der Mediathek angeboten werden.
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR), bei dem ARD-aktuell angesiedelt ist, teilt auf dpa-Anfrage mit: "Die ARD bereitet eine Lösung vor, mit der sie zeitnah die "Tagesschau" um 20 Uhr mit ukrainischen und russischen Untertiteln zur Verfügung stellen kann. Das wird voraussichtlich Anfang April der Fall sein."

17:31
28.03.2022
António Guterres hat US-Präsident Joe Biden indirekt für dessen Bemerkung zum Machtverbleib des russischen Präsidenten Wladimir Putin kritisiert. "Ich denke, wir brauchen Deeskalation, wir brauchen militärische Deeskalation und rhetorische Deeskalation", so der UN-Generalsekretär.

17:16
28.03.2022
Die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta" stellt ihr Erscheinen wegen des Drucks von russischen Behörden bis zur Beendigung des Krieges in der Ukraine vorübergehend ein. Die Ausgaben im Internet und auf Papier werden bis "zum Ende der 'Spezialoperation auf dem Gebiet der Ukraine'" nicht mehr erscheinen, teilt die Redaktion im Kurznachrichtendienst Twitter mit, der in Russland blockiert ist. Die von Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow geführte Zeitung ist eines der letzten verbliebenen unabhängigen Medien in Russland.
Zu Begründung nannte die "Nowaja Gaseta", dass die Redaktion inzwischen die zweite Verwarnung von der Medienaufsicht Roskomnadsor erhalten habe. Bei zwei solchen Verwarnschreiben der Behörden drohe in Russland der Entzug der Lizenz, hieß es. Demnach soll es das Blatt versäumt haben, bei einem Artikel den Zusatz "ausländischer Agent" zu erwähnen. Wer etwa als Nichtregierungsorganisation oder als Medium Geld aus dem Ausland erhält, muss sich auf Anweisung der Behörden so bezeichnen. Viele Betroffene kritisieren die Bezeichnung als stigmatisierend.

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