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19:33
25.03.2022
Nach neunstündigem Ringen um Maßnahmen gegen die hohen Energiepreise haben sich die EU-Länder darauf geeinigt, gemeinsam Gas einzukaufen. "Ich begrüße, dass wir unsere gemeinsame Verhandlungskraft nutzen werden", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem Gipfel. "Anstatt uns gegenseitig zu überbieten und die Preise in die Höhe zu treiben, werden wir unsere Nachfrage bündeln." Bei Pipeline-Gas repräsentiere die EU etwa 75 Prozent des Marktes. "Wir haben eine enorme Kaufkraft", sagte von der Leyen.

19:28
25.03.2022
Frankreichs Außenministerium hat den russischen Botschafter nach der Veröffentlichung von Karikaturen auf dem Twitter-Account der Botschaft einbestellt. "Diese Veröffentlichungen sind inakzeptabel. Wir haben dies heute gegenüber dem russischen Botschafter deutlich gemacht", hieß es aus dem Außenministerium. 
Eine der Zeichnungen zeigt kniende Europäer, die den Hintern einer Figur lecken, die Uncle Sam, also die USA, darstellt, und auf Englisch den Titel trägt, "Europäische Solidarität, wie sie ist". Die zweite Karikatur zeigt bildlich das kranke Europa, das auf einem Bett liegt und von seinen Peinigern, den USA und der EU, mit verschiedenen Substanzen namens "Neonazismus", "Russophobie" oder "Covid-19" geimpft wird. Beide Karikaturen waren bereits am Donnerstag wieder gelöscht worden. Frankreichs Europa-Staatssekretär Clément Beaune hatte von "einer Schande" gesprochen.

19:00
25.03.2022
Nach stundenlangem Streit über den richtigen Umgang mit hohen Energiepreisen ist der EU-Gipfel in Brüssel am Freitagabend zu Ende gegangen. Kanzler Olaf Scholz (SPD) und seine Kollegen hatten am zweiten Tag des Spitzentreffen rund neun Stunden über Gegenmaßnahmen gerungen. Aus Diplomatenkreisen hieß es, alle stimmten darin überein, dass man in Energiefragen unabhängiger von Russland werden müsse und die Preise sinken müssten. Doch der Weg dorthin ist heftig umstritten.
Vor allem Spanien fordert umfangreiche Maßnahmen, die Eingriffe in den Energiemarkt bedeuten würden. Spanien, Griechenland, Italien und Portugal befürworten etwa einen Preisdeckel. Länder wie Deutschland und die Niederlande lehnen einen solchen Markteingriff ab.

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