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20220606161553

Ukraine meldet 32 getötete Journalisten seit Beginn des Krieges

14:49
06.06.2022
Seit dem Überfall auf die Ukraine am 24. Februar haben russische Truppen laut Angaben aus dem ukrainischen Kulturministerium 32 Journalisten in der Ukraine getötet. Das twitterte das Onlinemedium Kyiv Independent am Montag. In der Ukraine ist der 6. Juni der "Tag der Journalisten".

Patrick Reichelt

Sudetendeutscher Karlspreis für Selenskyj

13:33
06.06.2022
Die Sudetendeutsche Landsmannschaft hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ausgezeichnet. Er sei nach dem russischen Angriff auf die Ukraine nicht geflohen, sondern kämpfe mit dafür, sein Land in eine europäische Zukunft zu führen, sagte Bernd Posselt, der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, am Samstag in Hof. Den Europäischen Karlspreis nahm stellvertretend eine Frau entgegen, die aus der Ukraine geflohen war. Sobald es die Lage zulasse, wollen Vertreter der Landsmannschaft mit dem Preis nach Kiew reisen, sagte Posselt. Ein weiterer Karlspreis ging an den rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis - er erhält den Preis für das Jahr 2020, damals fiel die Verleihung wegen der Corona-Pandemie aus.

Mit dem Europäischen Karlspreis zeichnet die Landsmannschaft Menschen aus, die sich besonders für die europäische Einigung und die Völkerverständigung verdient gemacht haben. Er ist nach dem mittelalterlichen Kaiser Karl IV. benannt.

Patrick Reichelt

DGB fordert wegen Aufnahme ukrainischer Kinder mehr Schulpersonal

12:15
06.06.2022
Angesichts der Aufnahme ukrainischer Kinder und Jugendlicher an Niedersachsens Schulen und Kitas fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mehr Personal für diese Einrichtungen. „Wir müssen deutlich mehr Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer ausbilden und diese auch anständig bezahlen“, sagte Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt, der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Die Ausbildungskapazität müsse jetzt so ausgebaut werden, dass die Schulen über eine vernünftige Vertretungsreserve verfügten. So könnten Unterrichtsausfälle vermieden werden. „Das Lehramt muss zudem attraktiver werden. Gute Bildung bekommt man nicht zum Nulltarif. Dafür muss der Finanzminister den Rotstift fallen lassen“, bekräftigte Payandeh.

Um die Aufnahme von ukrainischen Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, hatte die Landesregierung die Vorgaben für Schulen und Kitas gesenkt. So wird an den Kitas beispielsweise zunächst bis Ende Juli ein Kind mehr pro Gruppe erlaubt. Ob diese Regelung verlängert wird, steht laut Kultusministerium noch nicht fest. Mitte Juni seien Beratungen zwischen dem Ministerium, Trägerverbänden sowie kommunalen Spitzenverbänden vorgesehen.

Der DGB-Vorsitzende betonte, dass dies eine Ausnahmesituation sei und es verheerend wäre, diese Vorgaben dauerhaft zu senken. Dies würde zu Lasten des Personals und aller Kinder gehen.

An den niedersächsischen Schulen sind nach Angaben des Kultusministeriums von Anfang Juni mittlerweile mehr als 14 000 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine angemeldet worden. In den Kitas im Bundesland waren bis Mitte Mai demnach rund 800 Kinder aus der Ukraine angemeldet.

Patrick Reichelt