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20220526174418

Scholz: Ukraine-Krieg erhöht Druck auf Klimaziel

10:36
26.05.2022
Deutschland muss nach Ansicht von Bundeskanzler Olaf Scholz aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine seine Klimaziele entschlossener verfolgen. Das Vorhaben, bis 2045 CO2-neutral zu werden, habe durch den Krieg von Russlands Präsident Wladimir Putin „noch an Bedeutung gewonnen“, sagte Scholz am Donnerstag zum Abschluss des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz. „„Jetzt erst recht!“ lautet deshalb die Devise.“ Der russische Krieg sei zwar nicht „alleiniger Auslöser der Zeitenwende“, erhöhe aber den Handlungsdruck. Würden die Pariser Klimaziele verfehlt, steuere die Welt auf eine Katastrophe zu.

Um weiteres Wirtschaftswachstum zu ermöglichen, müssten die klassischen Industrieländer in die Entwicklung neuer Technologien investieren, die dann weltweit genutzt werden könnten, sagte Scholz. „Es werden die Länder des globalen Südens in Asien, in Afrika, im Süden Amerikas den gleichen Wohlstand wollen. Und das ist auch richtig so. Deswegen müssen wir die Technologien entwickeln, in denen genau dieses Wachstum jetzt stattfinden kann, ohne dass wir auf diesem Planeten nicht mehr gut leben können, weil wir die Luft verbrauchen, die wir zum Atmen brauchen.“

Denise Frommeyer

Scholz: Putin hat alle strategischen Ziele in Ukraine verfehlt

09:33
26.05.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich erneut überzeugt davon gezeigt, dass der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine nicht gewinnen wird. „Schon jetzt hat er alle seine strategischen Ziele verfehlt“, sagte Scholz am Donnerstag in seiner Rede zum Abschluss der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz. „Eine Einnahme der gesamten Ukraine durch Russland scheint heute weiter entfernt als noch zu Beginn des Krieges. Mehr denn je betont die Ukraine ihre europäische Zukunft.“

Zudem habe die „Brutalität des russischen Kriegs“ die ukrainische Nation enger zusammengeschweißt als je zuvor und zwei Staaten zur Annäherung an die Nato bewogen: „Mit Schweden und Finnland wollen sich zwei enge Freunde und Partner dem nordatlantischen Bündnis anschließen. Sie sind herzlich willkommen!“, sagte der Kanzler. Putin habe auch die Geschlossenheit und Stärke unterschätzt, mit der die Gruppe der sieben großen Industrienationen (G7), die Nato und die EU auf seine Aggression reagiert hätten.

Henrik Schumacher