Letztes Update:
20220513130324

Russische Sanktionen weiterhin ohne Auswirkung auf Gasversorgung

12:18
13.05.2022
Die von Russland angekündigten Sanktionen gegen Unternehmen im Energiesektor zeigen weiterhin keine Auswirkungen auf die Gasversorgung in Deutschland. Nach Angaben der Bundesnetzagentur vom Freitag ist die Versorgung stabil und die Versorgungssicherheit ist weiter gewährleistet.

Durch Sanktionsmaßnahmen ausbleibende Gasmengen würden aktuell in vollem Umfang über den europäischen Gasmarkt beschafft. Allerdings sei ein moderater Anstieg der Großhandelspreise zu beobachten, die Steigerung bewege sich aber in der Schwankungsbreite der vergangenen Wochen.

Russland hatte am Mittwoch Sanktionen gegen die Firma Gazprom Germania und andere ehemalige Tochterunternehmen des russischen Gaskonzerns verhängt. Aus Moskau hieß es, die sanktionierten Firmen seien komplett vom Gashandel mit Russland ausgeschlossen. Bereits vorher war der Gas-Transit durch das Gebiet Luhansk im Osten der Ukraine gedrosselt worden.

Denise Frommeyer

75-minütiges Gespräch: Scholz fordert Waffenstillstand von Putin

11:52
13.05.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat dazu aufgefordert, so schnell wie möglich zu einem Waffenstillstand im Ukraine-Krieg zu kommen. Außerdem forderte er in dem 75-minütigen Gespräch am Freitagvormittag eine Verbesserung der humanitären Lage und Fortschritte bei der Suche nach einer diplomatischen Lösung des Konflikts, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit mitteilte.

Scholz wies in dem Telefonat auch den russischen Vorwurf zurück, dass Nazismus in der Ukraine verbreitet sei. Laut Hebestreit sprachen der Kanzler und der russische Präsident zudem über die globale Lebensmittelversorgung, die wegen des russischen Angriffskriegs angespannt ist. „Der Bundeskanzler erinnerte daran, dass Russland hier in besonderer Verantwortung steht“, schrieb der Regierungssprecher. Russland hatte am 24. Februar einen Angriff auf die Ukraine gestartet.

Denise Frommeyer

Ukrainer besetzen Russen-Villa in Nizza - Festnahme

11:50
13.05.2022
Zwei Ehepaare aus der Ukraine haben sich im südfranzösischen Nizza eigenmächtig in der Villa eines Russen einquartiert. Wie die Zeitung „Nice-Matin“ am Freitag berichtete, stieß ein Freund des Besitzers auf die Eindringlinge, als er nach dem Rechten sehen wollte. Die vier hatten bereits die Schlösser der Villa ausgetauscht. Beim Eintreffen der Polizei verteidigten sie ihre Aktion mit dem Krieg in der Ukraine und dem Umstand, dass der Besitzer der Villa ein Russe sei. Ihr bequemes Quartier mit Panorama-Blick über Meer und Stadt mussten sie dennoch mit einer Zelle auf der Wache tauschen, die Hausbesetzer kamen in Untersuchungshaft.

Wie „Nice-Matin“ in Erfahrung brachte, handelt es sich bei dem russischen Besitzer der Villa um einen 57-jährigen Geschäftsmann aus Moskau, der allerdings von den EU-Sanktionen nicht betroffen ist. Sein Zweitquartier an der Côte d'Azur verfügt auch nicht über den überbordenden Luxus so mancher Oligarchen-Villa, es gebe weder Swimmingpool noch Tennisplatz, schrieb die Zeitung. Seit Jahren investieren wohlhabende Russen in teure Anwesen an der Küste in Südfrankreich.

Denise Frommeyer