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20220511135806

Russisches Militär meldet Zerstörung ukrainischer Munitionsdepots

11:34
11.05.2022
Die russischen Streitkräfte haben laut Medienberichten nach eigenen Angaben in der Nacht jeweils mehr als ein Dutzend Munitionsdepots und Gefechtsstände der Ukraine vernichtet. "Raketenstreitkräfte und Artillerieeinheiten haben 407 Gebiete mit Ansammlungen von Truppen und Militärtechnik beschossen, dabei 13 Gefechtsstände, 4 Stellungen von Raketenwerfern des Typs Ossa-AKM und 14 Munitionsdepots zerstört", sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Hinzu käme die Zerstörung von zwei Kommandostellen und drei Munitionsdepots durch Heeresflieger und taktische Luftwaffe.

Insgesamt hätten russische Luft- und Artillerieschläge in der Nacht 280 ukrainische Soldaten getötet und fast 60 Militärfahrzeuge außer Gefecht gesetzt. Konaschenkow sprach zudem vom Abschuss neun ukrainischer Drohnen, darunter eine über der strategisch wichtigen Schlangeninsel im Schwarzen Meer. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Henrik Schumacher

SPD-Politiker für schnellen EU-Beitritt der Ukraine

09:50
11.05.2022
Mehrere SPD-Politiker haben sich hinsichtlich der Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union für beschleunigte Beitrittsverhandlungen ausgesprochen. „Es hilft der Ukraine nicht, wenn wir jetzt über Jahrzehnte reden, das ist ein Land im Krieg, das braucht Ermutigung“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth, am Mittwoch in der Sendung „Frühstart“ bei RTL/ntv. „Und da kann eine Perspektive hilfreich sein.“

Ein EU-Beitritt sei jedoch „ein langer und beschwerlicher Weg, das wissen die ukrainischen Freundinnen und Freunde sicherlich auch selbst“, sagte Roth. Bei den Beitrittsverhandlungen müsse man deswegen „auf die Tube drücken“.

Ein Zeitpunkt dafür sei schwer vorherzusagen, sagte die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley, dem Bayerischen Rundfunk. „Das fordert niemand, dass morgen die Ukraine aufgenommen werden würde.“ Wichtig sei jedoch, ein Signal zu setzen: „Wir wollen, dass die Ukraine in die EU kommt und wir tun alles, was in unserer Macht steht, um sie dabei zu unterstützen.“ Das sei auch als Unterstützungssignal für die Menschen in der Ukraine „unglaublich wichtig“.

Henrik Schumacher