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UN-Generalsekretär besucht Flüchtlingslager in Moldau

06:01
11.05.2022
UN-Generalsekretär António Guterres hat in Moldau ein Aufnahmezentrum für Flüchtlinge aus der Ukraine besucht. „Es ist unmöglich, Flüchtlinge zu treffen und von ihren Geschichten nicht tief bewegt zu sein“, sagte der 73-Jährige laut einer UN-Mitteilung am Dienstag in der Hauptstadt Chisinau. Diese Tragödie zeige, dass „Krieg eine sinnlose Sache ist und dass dieser Krieg enden muss“, sagte er mit Bezug auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Guterres besuchte den Angaben zufolge auch das Haus einer moldauischen Familie, die Flüchtlinge aufgenommen habe und dankte ihr für ihre Großzügigkeit.

Bei einem Treffen mit Präsidentin Maia Sandu hatte Guterres zuvor bereits seine Wertschätzung für die Großzügigkeit und Solidarität der moldauischen Regierung und der Bevölkerung des Landes gegenüber den Ukraine-Flüchtlingen ausgedrückt. Obwohl Moldau selbst angeschlagen sei, habe es im Verhältnis zu seiner Bevölkerungsgröße die meisten Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufgenommen, lobte Guterres demnach. Die Republik Moldau mit ihren 2,5 Millionen Einwohnern hat seit Beginn des Ukraine-Kriegs über 450 000 Flüchtlinge aufgenommen.

Henrik Schumacher

Wenig Hoffnung auf Abzug aus Azovstal

04:40
11.05.2022
Die im Stahlwerk von Mariupol eingeschlossenen ukrainischen Soldaten dürfen das Gelände nach dem Willen der russischen Belagerer nicht verlassen. Das russische Militär habe jeden Vorschlag zum unbehinderten Abzug der belagerten Kämpfer aus dem Werk Azovstal abgelehnt, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Angaben der „Ukrajinska Prawda“ vom Dienstag. Der Staatschef lobte unterdessen die „übermenschliche Stärke“ der ukrainischen Truppen nach Erfolgen bei Charkiw, warnte aber zugleich davor, deswegen „übermäßige Emotionen“ aufkommen zu lassen.

„Die Verteidiger Mariupols bleiben dort, sie setzen den Widerstand auf dem Gelände von Azovstal fort“, sagte Selenskyj. Kiew bemühe weiterhin alle zur Verfügung stehenden diplomatischen Möglichkeiten, um die Rettung der Soldaten zu ermöglichen. Russland besteht auf der Kapitulation der Azovstal-Verteidiger.

Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass die Ukraine gegenwärtig nicht über die schweren Waffen verfüge, die für einen erfolgreichen Vorstoß zur Befreiung von Mariupol nötig wären. Am Dienstag berichteten die Verteidiger über schweren Beschuss durch russische Truppen. Die ganze Nacht lang sei das Gelände aus der Luft angegriffen worden, sagte der Vizekommandeur des Asow-Regiments, Swjatoslaw Palamar, der „Ukrajinska Prawda“. Es gebe viele Schwerverletzte. Sie müssten dringend in Sicherheit gebracht werden.

Henrik Schumacher