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Russland: Gesunkener Kreuzer „Moskwa“ nicht am Krieg beteiligt

13:23
06.05.2022
Das vor der ukrainischen Küste gesunkene Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte „Moskwa“ war nach Darstellung Moskaus nicht am Militäreinsatz gegen die Ukraine beteiligt. Das geht aus einer Antwort der Militärstaatsanwaltschaft an den Hinterbliebenen eines Matrosen hervor. „Die Überprüfung hat ergeben, dass das Schiff, auf dem E.D. Schkrebez Dienst geleistet hat, nicht in die ukrainischen Hoheitsgewässer eingefahren ist und auch nicht auf der Liste der Verbände und Einheiten stand, die zum Einsatz an der militärischen Spezialoperation herangezogen wurden“, heißt es in dem offiziellen Schreiben, das der Vater des Matrosen am Freitag im sozialen Netzwerk Vkontakte veröffentlichte. Der Matrose gelte seit dem Unglück auf dem Raketenkreuzer Mitte April als vermisst.

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar führt Moskau den Kampf auch mit Seestreitkräften, die Raketen auf küstennahe Ziele abgefeuert haben und an der Eroberung der ukrainischen Schlangeninsel beteiligt waren. Die „Moskwa“ sank am 13. April im Schwarzen Meer. Offizielle Ursache war ein Brand, die Ukraine erklärte, sie habe das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte mit zwei Antischiffsraketen nahe der Schlangeninsel versenkt. Moskau hat bisher einen Toten und 27 vermisste Besatzungsmitglieder vermeldet. Nach Medienberichten sind die Verluste deutlich höher.

Der Vater des Vermissten, Dmitri Schkrebez, bezeichnete das Schreiben als Lüge. „Gehört die Schlangeninsel etwa nicht zu den Hoheitsgewässern der Ukraine, ihr Lumpen?“, kommentierte er die Antwort auf seine Nachforschungen zum Verbleib seines Sohnes, der als Wehrpflichtiger laut russischem Gesetz nicht am Kriegseinsatz gegen die Ukraine hätte teilnehmen sollen.

Henrik Schumacher

Zehn Kommunen von Verteilung der Ukraine-Flüchtlinge ausgenommen

12:56
06.05.2022
In insgesamt zehn niedersächsische Kommunen werden derzeit wegen zu starker Belastung keine Flüchtlinge aus der Ukraine mehr verteilt. Die Städte Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück und Wolfsburg sowie die Landkreise Celle, Cloppenburg, Heidekreis, Holzminden, Osnabrück und Vechta seien hiervon vorübergehend ausgenommen, teilte das Innenministerium am Freitag in Hannover mit. Prognosen zur Zahl künftiger Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine und der möglichen Belastung einzelner Kommunen seien nicht möglich, sagte eine Sprecherin. Dies hänge stark von den weiteren Entwicklungen und dem Kriegsgeschehen in der Ukraine ab.

Vor knapp zwei Wochen hatte das Innenressort fünf Kommunen genannt, in die zu der Zeit keine Ukraine-Flüchtlinge mehr verteilt wurden. Das waren die Städte Hannover, Oldenburg und Braunschweig, der Heidekreis sowie der Landkreis Harburg. Niedersachsen besteht aus 36 Landkreisen, dazu kommen mehrere kreisfreie Städte.

dpa