Letztes Update:
20220502173843

UEFA: Russlands Bewerbung für Fußball-EM unzulässig

17:22
02.05.2022
Russland darf nicht die Europameisterschaften 2028 oder 2032 auszurichten. Wie der Europäische Fußball-Verband UEFA mitteilte, hat die Exekutive die Bewerbungen am Montag für unzulässig erklärt. Begründet wurde dies damit, dass Bewerber unter anderem sicherstellen müssten, die UEFA, andere Bewerber, das Bewerbungsverfahren oder den europäischen Fußball durch ihr Verhalten nicht in Verruf zu bringen.

Die UEFA und der Weltverband FIFA hatten National- und Club-Mannschaften aus Russland wegen des Angriffskrieges in der Ukraine von allen Wettbewerben ausgeschlossen. In dem jüngsten Beschluss wurde zudem festgelegt, dass die russische Männer-Auswahl nicht an der Nations League teilnehmen darf und die Mannschaft als Absteiger aus der B-Liga feststeht.

Die Frauen-Nationalmannschaft wurde von der EM vom 6. bis 31. Juli in England ausgeschlossen. Sie wird durch Portugal ersetzt.

Michael Rabba

Ministerin: Ausbildung macht Deutschland nicht zur Kriegspartei

15:30
02.05.2022
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat einem Gutachten widersprochen, wonach Deutschland mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten möglicherweise zur Kriegspartei werden könnte. Sie teile diese Einschätzung nicht, sagte die SPD-Politikerin am Montag nach einem Truppenbesuch auf dem Militärflugplatz Wunstorf bei Hannover. „Ich gehe davon aus, dass weder diese Ausbildung dazu führt noch die Lieferung von Waffen, sondern wenn wir Soldatinnen und Soldaten entsenden würden in die Ukraine, das wäre ein ganz klares Zeichen. Das werden wir aber auch nicht tun. Das wird nicht geschehen“, sagte Lambrecht.

Zuvor hatte bereits ein Sprecher der Bundesregierung erklärt, man sei überzeugt, dass Deutschland mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten völkerrechtlich betrachtet nicht zur Kriegspartei werde.

Michael Rabba

Rund 10.000 Schüler aus der Ukraine in Niedersachsen gemeldet

13:41
02.05.2022
 An den niedersächsischen Schulen sind bislang rund 10.000 Schülerinnen und Schüler nach ihrer Flucht aus der Ukraine angemeldet worden - etwa 2500 Schüler mehr als noch vor rund einer Woche. Das teilte das Kultusministerium in Hannover am Montag auf dpa-Anfrage mit. Insgesamt gibt es in Niedersachsen etwa 1,1 Millionen Schüler an rund 3000 Schulen. In Kitas im Bundesland sind 485 Kinder aus der Ukraine gemeldet.

Generell gilt, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine, die ein Aufenthaltsrecht erlangt haben, im Bundesland schulpflichtig sind. Wer sich mit einem Besuchsvisum oder ohne Visum in Niedersachsen aufhält, ist es hingegen nicht.

Über ein Meldeportal für potenzielle Lehrkräfte sowie pädagogische Kräfte aus der Ukraine liegen laut Ministerium bislang rund 160 Bewerbungen vor. Die Einstellung der Menschen laufe, bislang konnten 36 beschäftigt werden. Die Zahl der eingestellten Ukrainer sei allerdings nur bedingt aussagekräftig, da Schulen auch ohne diese Vermittlung Kräfte einstellen könnten.

Michael Rabba