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Etwa 54 000 Ukraine-Flüchtlinge bislang in Niedersachsen registriert

11:17
29.04.2022
Zwei Monate nach Beginn des Krieges sind bislang etwa 54 000 Ukraine-Flüchtlinge in Niedersachsen registriert worden. Das teilte das Innenministerium in Hannover am Freitag auf dpa-Anfrage mit und berief sich auf Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Die Zahl ist somit um rund 20 000 höher als noch Ende März. Das Ministerium betonte, dass die rund 20 000 Menschen nicht zwingend in den vergangenen vier Wochen nach Niedersachsen gekommen sind. Es könnten auch bereits vorher eingereiste Ukrainer sein, die zunächst nicht registriert wurden.

Wie viele der in Niedersachsen registrierten Menschen auch im Bundesland bleiben, konnte das Ministerium zunächst nicht sagen. An einem eingerichteten Drehkreuz am Messebahnhof Laatzen bei Hannover werden viele Flüchtlinge registriert, reisen danach aber weiter.

Die tatsächliche Zahl der aus der Ukraine angekommenen Menschen dürfte deutlich höher liegen. Ukrainer dürfen sich in Deutschland drei Monate lang visafrei aufhalten, müssen für diesen Zeitraum also nicht gemeldet sein.

Patrick Reichelt

Ukraine-Krieg verschärft bei Mercedes Engpässe bei Bauteilen

10:44
29.04.2022
Der Russland-Ukraine-Krieg verschärft beim Autobauer Mercedes-Benz Engpässe bei bestimmten Bauteilen. Die Lage sei unbeständig, sagte Vorstandschef Ola Källenius am Freitag bei der Hauptversammlung. Wegen der Corona-Pandemie fand das Aktionärstreffen online statt.

Mercedes-Benz ist zudem wie andere Hersteller von Versorgungsengpässen bei Halbleitern betroffen. „Die Lage sollte sich dieses Jahr verbessern“, sagte Källenius. „Die Produktion in unseren Werken läuft.“

Mercedes-Benz hatte von Januar bis Ende März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich weniger Autos verkauft. Der Rückgang beim Absatz ist ausschließlich dem Mangel an Halbleitern zuzuschreiben, wie der Konzern mitgeteilt hatte. Die Nachfrage nach Autos mit dem Stern sei hoch.

Dank sprudelnder Gewinne soll die Dividende für die Aktionäre auf 5 Euro je Aktie nach 1,35 Euro zuvor steigen. Darin ist ein Anteil von 70 Cent aus dem Nutzfahrzeuggeschäft enthalten, da Daimler Truck für das vergangene Jahr keine separate Dividende auszahlen wird. Der nun selbstständige Hersteller von Lastwagen und Bussen ist ebenfalls börsennotiert. Der Daimler-Konzern war im vergangenen Jahr aufgespalten worden - bei Mercedes-Benz ist nun das Auto- und Transportergeschäft gebündelt. Daimler Truck führt das frühere Daimler-Lkw-Geschäft.

Patrick Reichelt

Russland meldet Beschuss von Grenzübergang

10:04
29.04.2022
An der Grenze zwischen der Ukraine und Russland ist nach russischen Angaben ein Grenzübergang von ukrainischer Seite aus angegriffen worden. „Gegen 8:00 Uhr (7:00 Uhr MESZ) wurde in der Ortschaft Krupez der Grenzübergang mit Granatwerfern beschossen“, teilte der Gouverneur der westrussischen Region Kursk, Roman Starowoit, am Freitag in seinem Telegram-Kanal mit. Demnach gab es weder Schäden noch Verletzte. Die russischen Grenztruppen hätten das Feuer erwidert und den Beschuss damit gestoppt.

Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar werden inzwischen auch Ziele in Russland nahe der Grenze beschossen. Anfang April hatte Russland nach einem Brand in einem Öllager in der russischen Stadt Belgorod die Ukraine dafür verantwortlich gemacht. Nach russischer Darstellung feuerten zwei ukrainische Hubschrauber Raketen auf die Anlage ab. Die Ukraine wies das zurück.

Patrick Reichelt