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Russisches Militär meldet weitere schwere Luftangriffe auf Ukraine

20:22
28.04.2022
Das russische Militär hat nach eigenen Angaben erneut schwere Luftangriffe gegen die Ukraine geführt. „Die taktische Luftwaffe der russischen Streitkräfte hat 76 Militärobjekte beschossen“, teilte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Donnerstag mit. Dabei seien zwei Munitionsdepots und eine Reihe von Truppenansammlungen und Militärkonvois getroffen worden. Die gegnerischen Verluste bezifferte Konaschenkow dabei auf mehr als 320 Soldaten.

Durch Raketen wurden demnach weitere 38 Militärobjekte angegriffen. Unter anderem seien dadurch sechs Munitionsdepots vernichtet, aber auch mehrere ukrainische Raketen des Typs Totschka-U abgeschossen worden. Unabhängig ließen sich diese Berichte nicht überprüfen.

Jan-Felix Jasch

Ramelow: Deutschland finanziert Russlands Krieg indirekt mit

19:25
28.04.2022
Deutschland muss aus Sicht von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) wegen des Kriegs in der Ukraine den finanziellen Druck auf Russland erhöhen. „Mein Vorschlag: Bevor Russland uns den Gashahn zudreht, drehen wir den Geldhahn zu, Schritt für Schritt“, sagte er der „Thüringer Allgemeinen“ (Freitag).

Deutschland habe Russland seit Kriegsbeginn allein für Gas rund 2,4 Milliarden Euro überwiesen und den Krieg so indirekt mitfinanziert. „Wie wäre es, wenn wir einen täglich immer größeren Anteil dieses Geldes auf ein Treuhandkonto überweisen? Und das verbunden mit der Ansage, dass dieses Geld für den Wiederaufbau an die Ukraine geht“, sagte Ramelow.

Er forderte zudem, jene Teile der Energieinfrastruktur, die unter russischer Kontrolle stehen, unter treuhänderische Verwaltung zu stellen. Ein großer Teil der Gasspeicher und der Ölverarbeitung Deutschlands befinde sich in russischer Hand. Dabei verwies er etwa auf die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt.

Jan-Felix Jasch