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20220425154529

Moskau erklärt 40 deutsche Diplomaten zu „unerwünschten Personen“

14:07
25.04.2022
Moskau hat 40 deutsche Diplomaten zu in Russland „unerwünschten Personen“ erklärt und damit deren Ausweisung verfügt. Dem deutschen Botschafter in Moskau sei am Montag ein Protestschreiben gegen die unfreundliche Politik Berlins und gegen die Ausweisung von 40 russischen Diplomaten Anfang April übergeben worden, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Die Zahl entspricht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur etwa einem Drittel des deutschen diplomatischen Korps in Russland.

Die Reaktion wurde von der deutschen Seite schon seit Wochen erwartet. Berlin hatte zuvor 40 russische Diplomaten, die in Deutschland als mutmaßliche Spione tätig gewesen sein sollen, zu „unerwünschten Personen“ erklärt. Das bedeutet, dass die Betroffenen und ihre Familien ihr Gastland verlassen müssen.

In Russland dürften insgesamt weit mehr als 100 Deutsche von der Entscheidung des Ministeriums betroffen sein, weil auch die Angehörigen der Diplomaten das Land verlassen müssen. Es wird erwartet, dass die Dienstleistungen der deutschen Vertretungen, darunter auch Konsulate außerhalb der Hauptstadt Moskau, deutlich eingeschränkt werden müssen. Die deutsche Botschaft ist die größte unter den Vertretungen der EU-Staaten in Moskau.

Henrik Schumacher

Bislang rund 7500 Schüler aus der Ukraine in Niedersachsen gemeldet

13:18
25.04.2022
An den niedersächsischen Schulen sind bislang rund 7500 Schülerinnen und Schüler nach ihrer Flucht aus der Ukraine angemeldet worden. Das teilte das Kultusministerium in Hannover am Montag auf Anfrage mit. In Niedersachsen gehen etwa 1,1 Millionen Schüler an rund 3000 Schulen. In Kitas im Bundesland sind demnach etwa 340 Kinder aus der Ukraine gemeldet.

Generell gilt, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine, die ein Aufenthaltsrecht erlangt haben, im Bundesland schulpflichtig sind. Wer sich etwa mit einem Besuchsvisum oder ohne Visum in Niedersachsen aufhält, ist es hingegen nicht.

Henrik Schumacher

Ukraine: Bereits mehr als 3800 Zivilisten im Krieg getötet

12:04
25.04.2022
Durch den vor gut zwei Monaten begonnenen russischen Angriffskrieg in der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens 3818 Zivilisten getötet worden. „Verletzte: mehr als 4000“, teilte die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am Montag mit. Die Statistik sei jedoch unvollständig, da die Behörden zu vielen Orten, darunter zur blockierten Hafenstadt Mariupol, keinen Zugang hätten.

Aktuell geht die Staatsanwaltschaft dabei von mindestens 215 getöteten und 391 verletzten Kindern aus. Die Vereinten Nationen haben bisher rund 2500 zivile Tote erfasst, gehen aber ebenso wie Kiew von weitaus höheren zivilen Opferzahlen aus.

Bastian Angenendt