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20220419192311

Konträre Angaben zu Flüchtlingskorridor

18:52
19.04.2022
In der seit Wochen umkämpften südostukrainischen Hafenstadt Mariupol ist am Dienstag ein weiteres Ultimatum der russischen Truppen weitgehend ergebnislos verstrichen. „Niemand hat den rund um Asovstal gebildeten neuen humanitären Korridor für Zivilisten genutzt“, sagte Alexej Nikonorow, ein Sprecher der prorussischen Separatisten, der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Das russische Fernsehen hingegen berichtete, dass 120 Zivilisten das Stahlwerk verlassen hätten. Die ukrainischen Kämpfer hingegen sollen sich weiterhin in der Fabrik verschanzen.

Das russische Militär hatte zuvor einseitig eine zweistündige Feuerpause für das Stahlwerk Asovstal erklärt und die ukrainischen Kämpfer dort aufgefordert, ihre Waffen niederzulegen und das Werk zu verlassen. Zudem sollten sie auch Zivilisten herausführen. Laut ukrainischen Medien könnten sich bis zu 1000 Zivilpersonen auf dem Gelände befinden. Die Anzahl der ukrainischen Soldaten wurde zuletzt noch mit bis zu 2500 angegeben. Diese lehnen auch weiterhin eine Waffenniederlegung ab.

dpa

Litauen nimmt Gespräche über den Kauf von deutschen Radpanzern auf

18:27
19.04.2022
Litauen plant den Kauf weiterer Transport-Radpanzer vom Typ „Boxer“ aus Deutschland. Eine Delegation unter der Leitung von Vize-Verteidigungsminister Vilius Semeska nahm dazu am Dienstag in München erste Gespräche mit dem Hersteller Artec sowie den Rüstungsfirmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall auf. Auch Vertreter der europäischen Beschaffungsagentur Occar nahmen nach Angaben des litauischen Verteidigungsministeriums an dem Treffen teil.

Litauen hatte 2016 im größten Rüstungsgeschäft seiner Geschichte insgesamt 88 „Boxer“ erworben. Nun soll die Armee des baltischen EU- und Nato-Landes mit mehr als 120 weiteren Radpanzern aufgerüstet werden, wie es in der Mitteilung hieß. Ein Vertrag über die Lieferung könnte demnach noch in diesem Sommer unterzeichnet werden.

dpa