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Nach dem Überfall auf die Ukraine werden Rufe nach Bunkern lauter

10:06
19.04.2022
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine geraten alte Bunker und öffentliche Zivilschutzeinrichtungen wieder mehr in den Blick. 2007 waren Bund und Länder übereingekommen, öffentliche Schutzräume nicht mehr zu erhalten und rückzubauen. „Im aktuellen Kontext wird auch das aktuelle Rückbaukonzept für Schutzräume geprüft“, sagte dazu eine Sprecherin des Innenministeriums. Zeitnah solle es eine vollständige Bestandsaufnahme der vorhandenen Schutzräume geben. Dazu solle auch die noch verbliebene Schutzwirkung der Anlagen überprüft werden, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums.

Der Rückbau der Schutzräume begann 2008. Derzeit gebe es in Niedersachsen noch 58 öffentliche Schutzräume, teilte ein Sprecher des Bundesamtes für Immobilienaufgaben (Bima) mit. Bei diesen sei das Entwidmungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Fraglich ist indes, ob sie sich noch als Schutzräume eignen, weil seit 2007 - also seit 15 Jahren - nichts mehr in ihre Erhaltung investiert wurde.

Zu den noch nicht zurückgebauten Schutzräumen in Niedersachsen gehört laut dem Bundesamt ein Hochbunker in Hannover und 57 Mehrzweckanlagen in den Landkreisen Diepholz, Nienburg, Celle, Soltau-Fallingbostel, Uelzen, Aurich, Cloppenburg, Emsland, Grafschaft Bentheim, Osnabrück und in der Stadt Wolfsburg.

Jan-Felix Jasch