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Prinz Charles lobt zu Ostern Aufnahmebereitschaft für Flüchtlinge

06:22
18.04.2022
In seiner Osterbotschaft hat der britische Thronfolger Prinz Charles der Millionen von Menschen gedacht, die aufgrund von Krieg und Verfolgung ihre Heimat verlassen müssen. „Millionen von Menschen sind heutzutage vertrieben, erschöpft von ihrer Reise aus instabilen Orten, verwundet von ihrer Vergangenheit, mit Angst vor der Zukunft“, sagte der 73-Jährige einem vorab verbreiteten Redemanuskript zufolge am Ostersonntag. Über die Jahre hinweg habe er einige solcher Menschen getroffen und ihre Geschichten gehört und es habe ihm das Herz gebrochen. Was diese Menschen bräuchten, sei ein herzlicher Empfang, Ruhe und Freundlichkeit.

„In aller dieser Traurigkeit und Unmenschlichkeit, ist es sehr bewegend zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, ihre Wohnungen für Menschen in der Not zu öffnen und ihre Zeit und Ressourcen bereitstellen, um ihnen zu helfen“, sagte der Prinz von Wales weiter.

Offiziellen Angaben zufolge haben sich mehr als 200 000 Menschen in Großbritannien bereiterklärt, Flüchtlinge aus der Ukraine für mehrere Monate bei sich zuhause aufzunehmen. Allerdings läuft die Vergabe der notwendigen Visa schleppend. Auch der Tory-Abgeordnete Robert Jenrick, dessen Familie selbst Flüchtlinge aufgenommen hat, räumte ein, das Programm sei holprig gestartet.

Jan-Felix Jasch

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Sonntag, 17. April

Ukraine meldet weitere Raketenangriffe auf Mariupol

17:23
17.04.2022
Der Kampf um die belagerte südukrainische Hafenstadt Mariupol dauert auch nach dem Verstreichen eines russischen Ultimatums an. Der ukrainische Generalstab berichtete am Sonntagabend von russischen Raketen- und Bombenangriffen auf die Stadt mit früher mehr als 400 000 Einwohnern. Dabei kämen auch Überschallbomber vom Typ Tu-22M3 zum Einsatz. Besonders in der Nähe des Hafens sowie des Stahlwerks Asowstal gebe es Angriffsversuche russischer Truppen. Regierungschef Denys Schmyhal sagte dem US-Sender ABC, die Stadt sei nicht gefallen. Die ukrainischen Soldaten würden in Mariupol „bis zum Ende kämpfen“.
Russland hatte den dortigen ukrainischen Truppen zuvor mit Vernichtung gedroht. Die Einheiten sollen sich nach russischen Angaben in dem Stahlwerk verschanzt haben. Ein Ultimatum, die Waffen bis zum Sonntagmittag niederzulegen und sich zu ergeben, ließen die Ukrainer verstreichen.

Jean-Pierre Fellmer