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Frankreich nicht gegen Ausschluss Russlands aus Bankensystem Swift

17:04
26.02.2022
 Frankreich ist Élyséekreisen zufolge nicht gegen einen Ausschluss Russlands aus dem Banken-Informationssystem Swift. Man sei bereit, in diese Richtung zu gehen, hieß es am Samstag aus den Kreisen. Es gebe derzeit keine Blockade, sondern eine Debatte. Frankreich befürworte einen Ausschluss, sagte auch Wirtschaftsminister Bruno le Maire am Freitag in einer Pressekonferenz nach einem Treffen der EU-Finanzminister in Paris. Er räumte aber ein: Swift sei eine finanzielle Atomwaffe. Da denke man nach, bevor man sie einsetze. 

Jean-Pierre Fellmer

Russische Truppen sprengen Damm - Wasserversorgung für Krim

16:46
26.02.2022
Russland hat nach eigenen Angaben die Wasserversorgung der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim nach acht Jahren wieder sichergestellt. Russische Truppen sprengten einen von der Ukraine errichteten Damm, der seit 2014 den wichtigen Nord-Krim-Kanal vom Fluss Dnipro abgeschnitten hatte, wie der Armee-Fernsehsender Swesda am Samstag berichtete. Fallschirmjäger hatten den Kanal nach dem Angriff auf die Ukraine erobert.

Über das Bauwerk bezog die Krim bis zur Annexion durch Russland bis zu 90 Prozent ihrer Wasserversorgung. Wegen der Blockade hatte der Chef der Krim-Republik, Sergej Aksjonow, einen sparsamen Umgang mit Wasser angeordnet. Der Grundwasserspiegel auf der Halbinsel sank deutlich, weite Flächen trockneten auch wegen fehlender Niederschläge aus.

Jean-Pierre Fellmer

Bundesregierung genehmigt den Niederlanden Waffenexport an Ukraine

16:36
26.02.2022
Die Bundesregierung hat den Niederlanden die Lieferung von 400 Panzerabwehrwaffen aus deutscher Produktion an die Ukraine genehmigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Regierungskreisen. Bisher hatte die Bundesregierung alle Exporte tödlicher Waffen an die Ukraine prinzipiell abgelehnt, weil es sich um ein Krisengebiet handelt.

Jean-Pierre Fellmer

Pentagon: Militärischer Fortschritt der Russen langsamer als erwartet

16:22
26.02.2022
Die russische Militäroffensive in der Ukraine macht nach Angaben eines ranghohen Vertreters des US-Verteidigungsministeriums langsamer Fortschritte als von Moskau erwartet. „Sie treffen auf mehr Widerstand, als sie erwartet haben“, sagte der Vertreter des Pentagons in einem Briefing für Journalisten. Die Truppen seien nicht „so weit oder so schnell vorgedrungen wie wir angenommen hatten“. „Unserer Einschätzungen zufolge leisten die Ukrainer mehr Widerstand als die Russen erwartet hatten“, sagte der Vertreter am Freitag einer vom Pentagon veröffentlichten Mitschrift zufolge.

Er schränkte jedoch ein, Russland halte bislang noch einen großen Teil seiner in der Nähe der Ukraine stationierten Soldaten zurück. Die US-Regierung geht davon aus, dass Russland mehr als 150 000 Soldaten rund um die Ukraine zusammengezogen hat. Bislang „ist es unsere Einschätzung, dass alles langsamer geht, als die Russen angenommen hatten“, sagte er. Ein guter Indikator dafür sei, dass die russischen Streitkräfte bislang noch keine größeren Städte eingenommen hätten.

Jean-Pierre Fellmer