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Kundgebungen und Mahnwachen gegen Krieg in der Ukraine

15:41
26.02.2022
Viele Menschen haben in Niedersachsen auf Demonstrationen, Kundgebungen und in Gottesdiensten ihre Solidarität mit der Ukraine ausgedrückt. In Osnabrück gab es am Samstagvormittag ein Friedensgebet in der Marienkirche und einen Schweigemarsch. Auf Transparenten stand unter anderem geschrieben: „Verhandeln statt sinnlos sterben“ und „Putin ist ein Verbrecher und Paranoiker“. Etwa 600 Teilnehmer waren gekommen, teilte die Polizei mit.

In Hannover kamen am Nachmittag nach Polizeischätzungen mehr als 2000 Menschen zu einer Kundgebung auf dem Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof. „Russland stoppt Euer Monster“, „Stoppt die Russische Aggression“ und „Stop War in Ukraine“ hieß es auf den Schildern und Transparenten.

In Vechta riefen Vertreter mehrerer Parteien zu einer Demonstration unter dem Titel „#vechtastandswithukraine: Für Frieden in Europa!“ auf. Weitere Kundgebungen und Gottesdienste fanden in Göttingen, Lingen, Wilhelmshaven und Varel statt. Am Abend war eine Kundgebung in der Bremer Innenstadt geplant - am Mittag demonstrierte eine kleine Gruppe „Gegen die europäische Abschottungspolitik an der polnisch-belarussischen Grenze“.

Jean-Pierre Fellmer

Kiew weist Angaben aus Moskau zu abgesagten Verhandlungen zurück

15:34
26.02.2022
Die ukrainische Führung hat Vorwürfe aus Moskau zurückgewiesen, sie habe Friedensverhandlungen mit Russland abgesagt. Präsidentenberater Mychajlo Podolak warf der russischen Regierung Lügen vor. „Ihre Kommentare, dass wir Verhandlungen abgesagt hätten, sind lediglich Teil ihrer Taktik“, sagte Podolak einer Mitteilung vom Samstag zufolge. „Sie scheinen die Verhandlungen in eine Sackgasse lenken zu wollen, bevor sie überhaupt begonnen haben.“ Podolak forderte, Gespräche müssten eine „ehrliche Lösung“ im Interesse der Ukrainer und der ukrainischen Staatlichkeit ergeben.

Podolak kritisierte auch Kreml-Angaben, denen zufolge Russland seine Offensive am Freitagabend angesichts erwarteter Verhandlungen ausgesetzt habe. Die Realität habe gezeigt, dass dies eine Lüge sei. „Die Kämpfe waren brutal, mit maximaler Intensität. Gerade weil Präsident (Wolodymyr) Selenskyj kategorisch inakzeptable Bedingungen und Ultimaten für die Ukraine ablehnt. Nur vollwertige Verhandlungen.“

Jean-Pierre Fellmer