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Habeck für härtere Sanktionen gegen Russland

11:55
03.04.2022
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat nach der Entdeckung zahlreicher getöteter Zivilisten in der Umgebung der ukrainischen Hauptstadt Kiew noch härtere Sanktionen gegen Russland verlangt. „Dieses furchtbare Kriegsverbrechen kann nicht unbeantwortet bleiben“, sagte der Vizekanzler am Sonntag der „Bild“-Zeitung. „Ich halte eine Verschärfung der Sanktionen für angezeigt. Das bereiten wir mit unseren Partnern in der EU vor.“ Zuvor hatte schon EU-Ratspräsident Charles Michael weitere Strafmaßnahmen angekündigt.

In Butscha nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew waren nach dem Rückzug der russischen Armee zahlreiche Tote gefunden worden. Nach Angaben der Behörden wurden inzwischen 280 Menschen in Massengräbern beerdigt.

Sebastian Oldenborg

Zahl der Ukraine-Flüchtlinge in Deutschland übersteigt 300.000

11:26
03.04.2022
Die Zahl der Menschen aus der Ukraine, die seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs nach Deutschland geflohen sind, hat nach Informationen der "Rheinischen Post" (Montag) die Marke von 300.000 überschritten. Seit dem 24. Februar 2022 wurden nach Angaben der Bundespolizei mit Stand von Samstag insgesamt 303.474 Kriegsflüchtlinge mit Ukraine-Bezug in Deutschland festgestellt.

Dabei dürfte die tatsächliche Zahl deutlich höher sein, da Einreisende an den deutschen Grenzen nicht lückenlos erfasst werden. Menschen aus der Ukraine können sich zudem für 90 Tage visafrei in Deutschland aufhalten und frei bewegen, eine Registrierung bei den Ausländerbehörden ist in diesem Zeitraum nicht verpflichtend.

Von den insgesamt mehr als 44 Millionen Ukrainern sind laut Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe bisher rund 4 Millionen Menschen aus der Ukraine geflüchtet, der Großteil davon Frauen und Kinder. 6,5 Millionen Menschen sind demnach innerhalb des Landes auf der Flucht und 13 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Jan-Felix Jasch