Letztes Update:
20220411193203

„Wirtschaftsweise“ senken Konjunkturprognose deutlich

08:40
30.03.2022
Die „Wirtschaftsweisen“ haben wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr deutlich nach unten geschraubt. Der Sachverständigenrat erwartet nun nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent, wie das Beratergremium der Bundesregierung am Mittwoch in Berlin mitteilte. Für das kommende Jahr wird ein Plus von 3,6 Prozent vorhergesagt.
Die „Wirtschaftsweisen“ hatten im vergangenen November für 2022 noch mit einem Wachstum von 4,6 Prozent gerechnet. Verschiedene Institute hatten ihre Prognose zuletzt bereits nach unten korrigiert. Die Unternehmen werden belastet etwa durch Lieferengpässe und steigende Energiepreise.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpfe das Wachstum, trage zum weiteren Anstieg der Energie- und Verbraucherpreise bei und führe zu hoher Unsicherheit, so der Sachverständigenrat. Die Inflation dürfte durch die hohen Energiepreise in diesem Jahr auf 6,1 Prozent steigen und im kommenden Jahr auf 3,4 Prozent zurückgehen.

Jean-Pierre Fellmer

Bundespolizei zählt mehr als 280 000 Ukraine-Flüchtlinge

08:39
30.03.2022
Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine nimmt weiter zu - allerdings nicht mehr so rasch wie noch vor einigen Wochen. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch mitteilte, hat die Bundespolizei seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine 283 365 Kriegsflüchtlinge in Deutschland festgestellt. Einen Tag zuvor lag diese Zahl bei 278 008 Ukraine-Flüchtlingen.
In der vergangenen Woche wurden täglich etwa 7000 Einreisen festgestellt. In den Wochen zuvor hatte die Bundespolizei pro Tag jeweils mehr als 10 000 Menschen aus der Ukraine gezählt, die in Deutschland Zuflucht suchten. Da es keine festen Grenzkontrollen gibt und Menschen mit ukrainischem Pass für 90 Tage visumsfrei einreisen können, dürfte die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland insgesamt tatsächlich deutlich höher liegen.

Jean-Pierre Fellmer