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Moskau: Kiew zieht Friedensverhandlungen absichtlich in die Länge

17:24
25.03.2022
Russland hat der Ukraine vorgeworfen, die Verhandlungen über ein Kriegsende weiter absichtlich in die Länge zu ziehen. „Sie haben es nicht eilig, sie glauben, dass die Zeit auf ihrer Seite ist“, sagte der russische Delegationsleiter Wladimir Medinski am Freitag der Agentur Tass zufolge. Die ukrainische Seite handle nicht unabhängig, behauptete Medinski. „Deshalb stimmt der aktuelle Stand der Dinge nicht optimistisch.“ Moskau wirft Kiew vor, auf Anweisung Washingtons zu handeln.

Medinski sagte, er teile die von den Ukrainern zuletzt verbreitete Zuversicht nicht. „Es gibt keine Bewegung bei den grundsätzlichen Positionen, auf denen die russische Seite besteht“, sagte der Berater von Präsident Wladimir Putin. 

Jean-Pierre Fellmer

Biden dankt US-Truppen bei Besuch in Polen

15:48
25.03.2022
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat US-Präsident Joe Biden den US-Soldaten in Polen für deren Einsatz an der Ostflanke der Nato gedankt. „Ich bin aus einem einfachen, wesentlichen Grund gekommen“, sagte Biden am Freitag bei einem Truppenbesuch in Rzeszow, rund 90 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. „Um danke zu sagen. Danke, danke, danke für Ihren Dienst.“ Er fügte hinzu: „Gott segne Sie alle und schütze Sie.“ Biden unterstrich, dass durch Truppenverstärkungen wegen des Ukraine-Krieges inzwischen 100 000 US-Soldaten in Europa seien.
Biden sagte, in dem aktuellen Konflikt gehe es um mehr, als den Menschen in der Ukraine zu helfen und die „Massaker“ zu stoppen. Es gehe auch um die Freiheit der Kinder und Enkel der amerikanischen Soldaten. In den vergangenen zehn Jahren seien mehr Demokratien auf der Welt verloren gegangen, als neu gegründet worden seien. Die Frage sei, ob sich im globalen Wettbewerb Demokratien oder Autokratien durchsetzen würden, sagte Biden. „Das ist es wahrscheinlich, was auf dem Spiel steht. Was Sie tun, ist also von großer Bedeutung.“

Jean-Pierre Fellmer

Putin: Kampagne gegen russische Kultur ähnelt Nazi-Vorgehen

15:48
25.03.2022
Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem Westen einen Feldzug gegen die russische Kultur im Stil der Nazis vorgeworfen. „Das letzte Mal, dass eine solch massive Kampagne zur Vernichtung anstößiger Literatur geführt wurde, war vor fast 90 Jahren von den Nationalsozialisten in Deutschland“, sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit Künstlern und Kulturschaffenden. „Tschaikowski, Schostakowitsch und Rachmaninow werden von Konzertankündigungen genommen, russische Autoren und ihre Bücher werden ebenfalls verbannt“, behauptete Putin und verwies auf die Bücherverbrennungen der Nazis in Hitler-Deutschland.

„Heute versuchen sie, ein ganzes tausendjähriges Land, unser Volk zu "canceln"“, sagte Putin am Tag des Kulturschaffenden. Alles, das mit Russland zusammenhänge, werde diskriminiert, mit Zustimmung der herrschenden Eliten. So kritisierte der 69-Jährige, dass in Hollywood-Filmen so getan werde, als hätten nur die USA Europa vom Hitlerfaschismus im Zweiten Weltkrieg befreit. Der Mut der Roten Armee hingegen, deren Soldaten einen entscheidenden Beitrag zum Sieg über Hitler geleistet hätten, bleibe außen vor.

Jean-Pierre Fellmer