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Umfrage: Mehrheit befürchtet Weltkrieg

15:16
25.03.2022
62 Prozent der Menschen in Deutschland befürchten einer Umfrage zufolge, dass der Krieg in der Ukraine zu einem Dritten Weltkrieg führen könnte. 55 Prozent der Befragten treibt außerdem die Sorge um, Russland könne gegen die Ukraine Atomwaffen einsetzen, wie eine Umfrage des Unternehmens Civey im Auftrag des „Spiegel“ ergab. Nur 25 Prozent finden, dass die Bundesregierung der Einrichtung einer Flugverbotszone über der Ukraine zustimmen sollte.

Die meisten Befragten messen dem Krieg hohe Bedeutung zu. 87 Prozent nehmen demnach den russischen Angriff auf die Ukraine als einen großen oder sehr großen Einschnitt in der jüngeren europäischen Geschichte wahr.

Auch die wirtschaftlichen Folgen des Krieges sieht die Mehrheit mit Sorge: 78 Prozent der Befragten glauben, der Konflikt könne eine neue Weltwirtschaftskrise auslösen. Fast 80 Prozent befürchten den Angaben zufolge einen wirtschaftlichen Umbruch in Deutschland durch die steigenden Energiepreise.

Jean-Pierre Fellmer

Biden kommt in Polen an - Flugzeug von Präsident Duda muss notlanden

15:11
25.03.2022
US-Präsident Joe Biden ist in Polen angekommen - wegen einer Notlandung des Flugzeugs von Polens Staatsoberhaupt Andrzej Duda sind die Pläne des US-Präsidenten aber durcheinandergewirbelt worden. Die Air Force One mit Biden an Bord landete am Freitag kurz nach 14.00 Uhr auf dem Flughafen im polnischen Rzeszow. Dort wollte sich Biden eigentlich gemeinsam mit Duda über den humanitären Einsatz zur Versorgung der Flüchtlinge aus der Ukraine informieren. Stattdessen hat der US-Präsident nun zunächst in Polen stationierte US-Truppen getroffen.
Die Maschine mit Duda an Bord musste wegen eines Schadens nach Warschau zurückkehren. Dort stieg Duda in ein Ersatzflugzeug um. Biden hätte am Flughafen Rzeszow, nur rund 90 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, eigentlich von Duda begrüßt werden sollen. Dieser Programmpunkt fiel nun aus. Biden stieg zunächst fast eine Stunde lang nicht aus der Air Force One aus - erst gegen 15.00 verließ er das Flugzeug. Er wurde unter anderem von dem polnischen Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak begrüßt. Die Ersatzmaschine mit Duda an Bord landete etwa zeitgleich auf dem Flughafen. 

Jean-Pierre Fellmer

Russland will Westflanke wegen Nato-Aktivitäten verstärken

14:44
25.03.2022
Russland will als Reaktion auf die Nato-Aktivitäten vor seinen Grenzen seine Westflanke militärisch stärken. An der Ostflanke der Nato habe sich eine gewaltige Gruppierung gebildet, „eine mächtige militärische Infrastruktur, eine Verteidigungsstruktur der Nato“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag der Agentur Interfax zufolge.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte laut Peskow Verteidigungsminister Sergej Schoigu bereits zu Schritten für eine Verbesserung der Verteidigungslinie aufgefordert - noch vor den jüngsten Ankündigungen der Nato, ihre Präsenz im Osten weiter zu verstärken.

Nach Darstellung von Peskow soll Schoigu Putin konkrete Vorschläge machen. „Nicht wir haben uns in die Richtung der Nato bewegt, sondern die Nato hat sich in unsere Richtung bewegt und dadurch eine Gefahr für uns erzeugt, die unsere Besorgnis auslöst“, sagte Peskow mit Blick auf die vergangenen Jahre – noch vor dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine am 24. Februar.

Die Nato hatte als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ihre Verteidigungspläne aktiviert, Elemente der Nato-Reaktionskräfte verlegt und an der Ostflanke 40.000 Soldaten sowie Luft- und Seefähigkeiten dem direkten Kommando der Nato unterstellt. Derzeit werden zudem kurzfristig vier zusätzliche multinationale Gefechtsverbände in Bulgarien, Rumänien, der Slowakei und Ungarn aufgestellt.

Sebastian Oldenborg