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200.000 private Unterkünfte in Deutschland für Flüchtlinge aus der Ukraine

21:21
09.03.2022
Für die Geflüchteten aus der Ukraine stehen in Deutschland bisher rund 200.000 private und öffentliche Unterkünfte zur Verfügung. „Wir sind dabei, diese Angebote auf einer digitalen Plattform zugänglich zu machen. Diese wird sehr bald verfügbar sein“, sagte Innenstaatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag). Die Kommunen will der Bund wie schon bei der Flüchtlingskrise 2015 nicht im Stich lassen, so die SPD-Politikerin, aber „ich kann jetzt nicht sagen, dass wir schon ein Paket haben“. Städte wie Berlin, in die es derzeit besonders viele Flüchtlinge zieht, sollen weiter entlastet werden: „Die Züge müssen in den nächsten Tagen besser verteilt werden.“

In Deutschland sind seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine mehr als 80 000 Kriegsflüchtlinge registriert worden. Rund 72 000 von ihnen sind nach Behördenangaben ukrainische Staatsbürger. Die Flüchtlinge reisen hauptsächlich über Polen nach Deutschland - einige kommen über Tschechien und Österreich.

Michael Rabba

IAEA Chef: Auch Gespräche zu ukrainischer Atom-Sicherheit in Antalya

20:46
09.03.2022
Am Donnerstag sollen in Antalya auch Gespräche zur Sicherheit der ukrainischen Atomanlagen geführt werden. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), kündigte am Mittwochabend an, dass er in die türkische Stadt reisen werde. Dort wollen der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein ukrainischer Kollege Dmytro Kuleba am Donnerstag zusammenkommen. Ob Grossi nur mit den beiden Chefdiplomaten sprechen wird, oder ob auch Vertreter von Nuklearbehörden aus Kiew und Moskau anwesend sein werden, gab die IAEA nicht bekannt.

„Ich hoffe, dass ich dort in den Treffen Fortschritte zu drängenden Fragen der Sicherheit in den Atomanlagen der Ukraine erzielen kann“, schrieb Grossi auf Twitter. „Wir müssen jetzt handeln!“

Nach einer Reihe von Vorfällen in ukrainischen Atomanlagen seit Beginn der russischen Invasion hatte Grossi am Freitag Verhandlungen zu Sicherheitsgarantien für AKWs und andere Einrichtungen mit Atom-Material zwischen ukrainischen und russischen Vertretern vorgeschlagen, um einen schweren Atomunfall zu vermeiden. Bislang ist trotz Beschädigungen und Beeinträchtigungen keine radioaktive Strahlung aus ukrainischen Anlagen ausgetreten.

Michael Rabba