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Hamburg: Viele Corona-Positive unter ukrainischen Flüchtlingen

15:40
08.03.2022
Unter den ukrainischen Flüchtlingen sind viele mit dem Coronavirus infiziert. „Die Positivquote ist hoch“, sagte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag. Insgesamt sei die Impfquote in der Ukraine mit etwa 35 Prozent gering. Auch sei dort in vielen Fällen der chinesische Impfstoff Sinovac verabreicht worden, der eine nicht so überzeugende Wirkung habe.

Von allen Flüchtlingen werde bei der Unterbringung in öffentlichen Unterkünften ein Corona-Test verlangt. Die Unterbringung der positiv getesteten Menschen sei natürlich aufwendiger, sagte die Senatorin. „Wir können auch noch in vorhandener öffentlich-rechtlicher Unterkunft Quarantäne realisieren. Wir haben auch Hotel-Standorte, die wir dafür mit nutzen können.“ Angesichts des großen Flüchtlingszustroms werde die Aufgabe aber jeden Tag größer.

Die hohe Positivquote unter den Flüchtlingen mache sich auch in den Corona-Zahlen der Stadt bemerkbar. „In unserer gegenwärtigen Infektionssituation fallen natürlich 100, 200 Extrainfektionen ins Gewicht, das ist so“, sagte Leonhard.

Michael Rabba

Niederlande stationiert mit Deutschland „Patriot“-Raketen in Slowakei

15:17
08.03.2022
Die Niederlande wollen auf Antrag der Nato „Patriot“-Raketen in der Slowakei stationieren. Dies werde gemeinsam mit Deutschland erfolgen, kündigte Verteidigungsministerin Kasja Ollongren nach niederländischen Medienberichten am Dienstag in Den Haag an. „Wir haben nun einen Prinzipienbeschluss gefasst, um gemeinsam mit den Deutschen in der Slowakei für die Luftverteidigung zu sorgen“, sagte die Ministerin der Tageszeitung „De Telegraaf“.

Zur Zeit werde die Stationierung der Luftabwehrraketen unter deutscher Führung logistisch vorbreitet. Nach Angaben der Ministerin sollen die Raketen dann so schnell wie möglich stationiert werden. An dem Einsatz sollen den Berichten zufolge 150 niederländische Soldaten beteiligt sein.

Angesichts der russischen Bedrohung soll durch die „Patriot“-Raketen die östliche Flanke der Nato verstärkt werden. Die „Patriots“ können Flugzeuge, Hubschrauber und Raketen auch in großer Höhe ausschalten.

Michael Rabba

Behörden: 3000 Menschen aus umkämpfter Stadt Irpin geholt

14:12
08.03.2022
Aus der umkämpften ukrainischen Stadt Irpin sind nach Behördenangaben bisher etwa 3000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. „Die Evakuierung der Bevölkerung aus der Stadt Irpin nach Kiew geht weiter“, teilte der ukrainische Katastrophenschutz am Dienstag mit. „Fast 3000 Zivilisten wurde Hilfe geleistet.“ Die Rettungsaktion solle fortgesetzt werden. Einwohner haben der Agentur Unian zufolge weder Wasser noch elektrischen Strom.

Um Irpin rund 25 Kilometer nordwestlich der ukrainischen Hauptstadt wird seit Tagen erbittert gekämpft. Russische Truppen halten einen Teil der Stadt besetzt, die in Friedenszeiten etwa 45 000 Einwohner zählte. Zuletzt hatten Bilder aus Irpin gezeigt, wie Hunderte Zivilisten unter einer zerstörten Brücke zusammengekauert Schutz suchen und von ukrainischen Soldaten über Behelfsstege geleitet werden. Am Sonntag wurden mindestens acht Menschen getötet, als russische Truppen nach Angaben aus Kiew die Fluchtroute beschossen.

Auch um die nahe gelegenen Städte Butscha und Hostomel sowie die Siedlung Worsel wird bereits seit Kriegsbeginn erbittert gekämpft. Russische Einheiten versuchen, Kiew von Westen zu blockieren.

Michael Rabba