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Lecks bei Pipelines: AfD warnt vor Vorverurteilung Russlands

15:38
28.09.2022
AfD-Chef Tino Chrupalla hat nach den Lecks an den Osteee-Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 vor einer Vorverurteilung Russlands gewarnt. Es gebe keine stichhaltigen Beweise dafür, dass Russland seine eigenen Leitungen sabotiert habe, sagte Chrupalla am Mittwoch im Bundestag. Er forderte außerdem eine schnellstmögliche Reparatur und kritisierte, Nord Stream 2 sei als Sanktionsmittel eingesetzt worden. Die AfD hatte kurzfristig eine Aktuelle Stunde verlangt über die deutsche Energieversorgung im kommenden Winter. Die Bundesregierung habe in der Fragestunde zuvor eine Frage nach einem möglichen Blackout nicht ausreichend beantwortet.

Der SPD-Abgeordnete Timon Gremmels kritisierte, die AfD missbrauche ein Parlamentsrecht. Eine von den Koalitionsfraktionen geplante Aktuelle Stunde zu den Protesten im Iran wäre ein wichtiges Sigal an die dortige Opposition gewesen. Gremmels sagte, die Nord Stream-Pipelines seien nicht nötig, die Bundesregierung habe rechtzeitig Vorsorge betrieben. Der Grünen-Abgeordnete Dieter Janecek warf Chrupalla vor, Sprachrohr des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sein.

dpa