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20220922073154

Polen rechnet mit neuen Ukraine-Flüchtlingen im Herbst und Winter

07:12
22.09.2022
Polen bereitet sich erneut auf Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine im Herbst und Winter vor. Die ukrainischen Behörden rechneten damit, dass in der kalten Jahreszeit etwa eine halbe Million Menschen von der Ostukraine in den Westteil des Landes fliehen würden, sagte Polens Vize-Innenminister Pawel Szefernaker am Mittwoch. „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass ein Teil dieser Menschen auch nach Polen gelangen möchte.“

Nach Regierungsangaben leben in Polen derzeit rund 1,3 Millionen Flüchtlinge aus dem östlichen Nachbarland. Die Ukraine hatte vor dem russischen Einmarsch am 24. Februar mehr als 44 Millionen Einwohner. Polen und die Ukraine verbindet eine mehr als 500 Kilometer lange Grenze.

dpa

Steinmeier: Putin nimmt mehr Opfer unter eigenen Leuten in Kauf

04:36
22.09.2022
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wertet die russische Teilmobilmachung als besorgniserregendes Zeichen für eine weitere Eskalation des Kriegs in der Ukraine. „Das alles spricht sehr dafür, dass hier zu letzten Mitteln gegriffen wird, um die Situation weiter zu eskalieren - keine guten Zeichen für den weiteren Fortgang dieses Krieges“, sagte Steinmeier am Mittwoch am Rande eines Staatsbesuchs in Mexiko.

Russlands Führung sei offenbar bereit, auch mehr Opfer unter den eigenen jungen Leuten in Kauf zu nehmen, betonte Steinmeier. „Und wer die Rede von Präsident Putin nachgelesen hat, kann sie nicht anders als zynisch empfinden.“ Er baue den Westen zu einem riesigen Monster auf, in dem Nazis angeblich Russland und seine territoriale Integrität bedrohten. „Alles das, um zu begründen, dass jetzt eine Teilmobilmachung unter den jungen Leuten in Russland stattfinden soll.“ Die Entwicklung „muss uns beunruhigen“, sagte Steinmeier.

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte die Mobilisierung Hunderttausender russischer Soldaten für den Angriffskrieg gegen die Ukraine in New York als „Akt der Verzweiflung“ Putins gewertet.

Jan-Felix Jasch