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20220921164344

Scholz erklärt Putins Teilmobilmachung mit militärischen Misserfolgen

15:04
21.09.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht Misserfolge im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als Grund für die Ankündigung einer Teilmobilmachung durch Präsident Wladimir Putin. Scholz habe Putins Äußerungen zur Kenntnis genommen, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin und zitierte den Kanzler mit den Worten: „Das alles kann man sich nur erklären vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der russische Angriff auf die Ukraine nicht erfolgreich verlaufen ist.“

Putin habe seine Truppen umgruppieren müssen, sich von Kiew zurückziehen müssen und auch im Osten der Ukraine nicht den gewünschten Erfolg erzielt, sagte der Sprecher. „Das ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Ukraine sehr wirksam ist bei der Verteidigung der eigenen Integrität und Souveränität, nicht zuletzt auch wegen der massiven und großen Unterstützung aus vielen Ländern der Welt, ganz besonders auch aus Deutschland.“

dpa

US-Astronaut und zwei Kosmonauten zur ISS gestartet

14:15
21.09.2022
Mit einer Sojusträgerrakete sind erstmals wieder ein US-Astronaut und zwei Kosmonauten in Zeiten schwerer politischer Spannungen ihrer Länder gemeinsam ins All gestartet. An Bord einer Sojus-Raumkapsel hoben die Kosmonauten Sergej Prokopjew und Dmitri Petelin sowie der Nasa-Astronaut Frank Rubio um 15.55 Uhr MESZ vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe der Republik Kasachstan in Zentralasien ab. Den Start zur Internationalen Raumstation ISS zeigte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos in einer Live-Übertragung.

Bei der Nasa war von einem „guten Start in den Sonnenuntergang“ die Rede. Ortszeit in Baikonur, wo auch eine US-Delegation die Mission verfolgte, war 18.55 Uhr. „Der Crew geht es gut“, sagte ein Nasa-Kommentator. Es ist der erste gemeinsame Flug seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar. Alle Stufen der Trägerrakete zündeten demnach reibungslos, hieß es. Der Flug bis zum Außenposten der Menschheit in 400 Kilometern Höhe sollte rund drei Stunden dauern.

dpa

Ski-Weltverband: WM-Teilnahme von Russland und Belarus vorstellbar

13:50
21.09.2022
Eine Teilnahme von Sportlern aus Russland und Belarus an den Ski-Weltmeisterschaften 2023 ist nicht ausgeschlossen. Das sagte Michel Vion, Generalsekretär des Ski-Weltverbandes Fis, am Mittwoch beim Forum Nordicum der internationalen Skisport-Journalisten in Kranjska Gora in Slowenien. Man richte sich dabei nach dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Dessen Präsident Thomas Bach denke darüber nach, den wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine derzeit international gesperrten Athleten eine kleine Tür zu öffnen. Der Sport sollte unabhängig von der Politik sein, sagte Vion.

Eine Rückkehr von russischen und belarussischen Sportlern auf die internationale Bühne sei aber noch nicht zum Saisonstart im Oktober zu erwarten. „Vielleicht geht es im Dezember, dann könnten beide Nationen - natürlich ohne nationale Flagge und Hymne - eventuell auch an den Weltmeisterschaften teilnehmen“, sagte Vion. Im slowenischen Planica findet im kommenden Jahr die nordische Ski-WM statt, in Courchevel und Méribel in Frankreich die Alpin-WM.

dpa