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Russland legt Pipeline nach China wegen Wartung für einige Tage still

13:03
20.09.2022
Russlands Gaslieferungen an China über die Pipeline „Kraft Sibiriens“ werden wegen Reparaturarbeiten für eine Woche lang gestoppt. „Vom 22. bis 29. September werden planmäßige Prophylaxearbeiten an der Gasleitung 'Kraft Sibiriens' durchgeführt“, teilte der Energiekonzern Gazprom am Dienstag auf seinem Telegram-Kanal mit. Demnach erfolgen die Wartungsarbeiten vertragsgemäß zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst.

Anfang September hatte Gazprom wegen einer Wartung Lieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland gestoppt und anschließend nicht wieder aufgenommen. Begründet wird dies vom Staatskonzern Gazprom mit einem Ölleck, das angeblich nur bei einer Werksreparatur in Kanada ausgebessert werden könne. Bereits zuvor hatte Gazprom unter Verweis auf die durch westliche Sanktionen ausfallenden Turbinen immer weniger Gas durch die Pipeline geleitet. In Berlin wird allerdings vermutet, dass die technischen Probleme nur vorgeschoben sind, um politische Ziele - vor allem die Lockerung der Sanktionen - durchzusetzen und Druck auf Europa zu machen.

Die Gefahr eines Lieferstopps durch die Pipeline „Kraft Sibiriens“ sehen politische Beobachter daher nicht. Die Beziehungen zwischen Russland und China sind durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine nicht belastet. Moskau versucht seine Gaslieferungen nach China im Zuge der Ukrainekrise noch stärker auszubauen.

dpa

Erdogan fordert Rückgabe russisch besetzter Gebiete an Ukraine

12:07
20.09.2022
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Rückgabe der Russland besetzten Gebiete an die Ukraine gefordert. „Wenn in der Ukraine ein Frieden hergestellt werden soll, wird natürlich die Rückgabe des besetzten Landes wirklich wichtig. Das wird erwartet“, sagte Erdogan in einem Interview des US-Senders PBS. „Die besetzten Gebiete werden an die Ukraine zurückgegeben.“ Genauso müsse die von Russland annektierte Halbinsel Krim an die Ukraine zurückgegeben werden.

Ankara hat bereits in der Vergangenheit die Annexion der Krim 2014 verurteilt und immer wieder auf die Achtung der Souveränität der Ukraine gepocht. Die Türkei pflegt eigentlich gute Beziehung zu Moskau und zu Kiew. Erdogan hatte sich kürzlich mit einer Reihe von Aussagen jedoch deutlich an die Seite von Kreml-Chef Wladimir Putin gestellt und dem Westen etwa „Provokation“ im Ukraine-Krieg vorgeworfen. Am Wochenende hatte Erdogan erklärt, das Nato-Land Türkei wolle der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) beitreten, deren größte Mitglieder China und Russland sind.

dpa

Region Luhansk setzt Referendum für Beitritt zu Russland an

11:44
20.09.2022
Die Separatistenführung in der umkämpften Region Luhansk in der Ostukraine hat ein umstrittenes Referendum für den Beitritt zu Russland angesetzt. Die Abstimmung werde vom 23. bis 27. September abgehalten, sagte der Chef des Separatistenparlaments, Denis Miroschnitschenko, am Dienstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Das Referendum gilt als Reaktion auf die aktuelle ukrainische Gegenoffensive im Osten des Landes.

dpa