Letztes Update:
20220909084819

USA verhängen Sanktionen gegen Unternehmen in Teheran

07:02
09.09.2022
Die USA haben Sanktionen gegen ein iranisches Unternehmen verhängt, das an der Lieferung unbemannter Drohnen nach Russland beteiligt gewesen sein soll. Das in Teheran ansässige Unternehmen habe den Transport nach Russland koordiniert, heißt es in einer Mitteilung des US-Finanzministerium vom späten Donnerstagabend (Ortszeit). US-Informationen deuteten darauf hin, dass Russland beabsichtige, die iranischen Drohnen im Krieg gegen die Ukraine einzusetzen. Russland treffe „immer verzweifeltere Entscheidungen, um seinen ungerechtfertigten Krieg gegen die Ukraine fortzusetzen“. Die USA seien entschlossen, „den Iran und diejenigen, die Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützen, zur Verantwortung zu ziehen.“

Zudem seien drei weitere Unternehmen und eine Einzelperson auf die Sanktionsliste gesetzt worden, die an der Entwicklung und Beschaffung von Drohnen für die iranische Revolutionsgarde beteiligt gewesen sein sollen.

dpa

Ukraine will über 300 Milliarden US-Dollar Entschädigung von Moskau

06:02
09.09.2022
Die Ukraine will nach Angaben ihres Justizministers Denys Maliuska Kriegsentschädigungen aus Russland von mindestens 300 Milliarden US-Dollar (etwa 300 Milliarden Euro) durchsetzen. Bei der UN-Vollversammlung wolle Kiew eine Resolution erreichen als Grundstein für einen internationalen Wiedergutmachungsmechanismus, sagte Maliusk. „Wir wollen eine Kompensation für alle Schäden, die Russland in der Ukraine durch seinen Angriffskrieg verursacht hat“, sagte er.

Der Schaden, den die Ukraine durch die russische Invasion erlitten hat, wird mittlerweile schon viel höher geschätzt. Doch die genannte Summe von 300 Milliarden US-Dollar entspricht den Guthaben der russischen Nationalbank in den G7-Staaten, die im Zuge der Sanktionen eingefroren wurden. Maliuska verlangte den Zugriff darauf sowie auf das Auslandsvermögen russischer Staatsunternehmen und beschlagnahmten Besitz russischer Oligarchen.

Deutschland solle Auskunft geben, wie viel russisches Vermögen hier geparkt sei, sagte der Minister. Zugleich solle Deutschland das ukrainische Vorhaben in der UN-Vollversammlung in New York unterstützen. Maliuska hatte am Donnerstag in Berlin mit Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) gesprochen.

dpa