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Kirchentreffen diskutiert über Ukraine-Krieg

12:39
02.09.2022
Der Weltkirchenrat setzt heute seine Arbeit mit einer Debatte über den Ukraine-Krieg und zur Lage der Menschenrechte in Europa fort. Die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) mit rund 4.000 Delegierten und Beratern läuft noch bis zum 8. September. Im Weltkirchenrat vertreten sind vor allem evangelische, anglikanische und orthodoxe Kirchen. Die katholische Kirche hat Gaststatus.

Jan-Felix Jasch

Ukrainischer Regierungschef erwartet Kiew-Besuch Steinmeiers

11:49
02.09.2022
Der ukrainische Regierungschef Denys Schmyhal geht davon aus, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seinen im April geplatzten Kiew-Besuch demnächst nachholen wird. „Wir erwarten einen Besuch Steinmeiers in Kiew auf Einladung von Präsident (Wolodymyr) Selenskyj“, sagte Schmyhal in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Steinmeier wollte Kiew im April zusammen mit den Staatspräsidenten Polens, Lettlands, Litauens und Estlands besuchen. Die ukrainische Regierung lehnte einen Besuch Steinmeiers nach Angaben von deutscher Seite jedoch kurzfristig ab. Die vier anderen Staatschefs fuhren schließlich allein, die Reise war von polnischer Seite organisiert worden. Selenskyj erklärte später, keine offiziellen Anfragen des Bundespräsidenten für einen Besuch erhalten zu haben. Im Mai lud der ukrainische Präsident Steinmeier dann offiziell nach Kiew ein.

Inzwischen sind Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und mehrere Minister seines Kabinetts in die ukrainische Hauptstadt gereist, Steinmeier aber noch nicht. Schmyhal wird den Bundespräsidenten am Sonntag während seines Deutschlandbesuchs in Berlin treffen.

Jan-Felix Jasch

Ukraine: Berlin soll russische Gräueltaten als Völkermord einstufen

10:12
02.09.2022
Vor seinem Berlin-Besuch hat der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal Deutschland aufgefordert, russische Kriegsverbrechen in der Ukraine als Völkermord einzustufen. „Es ist russische Politik, zielgerichtet Zivilisten in der Ukraine zu töten, nur weil sie Ukrainer sind. Das bezeichnet man als Völkermord“, sagte Schmyhal in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn man alle Tatsachen betrachtet, dann sind alle Merkmale von Genozid, von Völkermord erfüllt. Wir erwarten von unseren Partnern, auch von Deutschland, dass sie sich unserer Einschätzung anschließen.“

Das ukrainische Parlament hatte die Gräueltaten der russischen Armee bereits im April offiziell als „Völkermord“ eingestuft. Der Genozid sei durch „massenhafte Gräuel“ in den Kiewer Vororten Butscha, Borodjanka, Hostomel, Irpin und anderen Ortschaften belegt. Darunter seien Morde, Entführungen, Folter und Vergewaltigungen von ukrainischen Bürgern. Russland wies die Vorwürfe zurück.

Jan-Felix Jasch