Letztes Update:
20220831201504

Russland: Ukraine erleidet schwere Verluste bei neuer Offensive

15:04
31.08.2022
Seit der zu Wochenbeginn gestarteten ukrainischen Gegenoffensive im Süden der Ukraine will Russland den Truppen des Nachbarlandes schwere Verluste zugefügt haben. Es seien bereits mehr als 1700 ukrainische Soldaten getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch in Moskau mit. Zudem haben die russischen Truppen laut Armeesprecher Igor Konaschenkow 63 Panzer, 48 gepanzerte Fahrzeuge und 4 Kampfflugzeuge zerstört. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Kiews Versuch, die Offensive im Süden der Ukraine zwischen Mykolajiw und Krywyj Rih sowie in andere Richtungen wieder aufzunehmen, sei gescheitert, sagte Konaschenkow. Die ukrainische Führung selbst gibt seit Beginn der Offensive gar keine Informationen zu deren Verlauf heraus. Russische Quellen schrieben dagegen, dass die moskautreuen Truppen an einigen Abschnitten selbst stark unter Druck gekommen seien.

Michael Rabba

Ampel hat 2022 bisher Rüstungsexporte für rund 5 Milliarden erlaubt

14:05
31.08.2022
Die Ampel-Regierung hat im laufenden Jahr bislang Rüstungsexporte im Wert von knapp 5,1 Milliarden Euro genehmigt. Das geht aus ergänzenden Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums zum Rüstungsexportbericht für das vergangene Jahr hervor, den das Kabinett am Mittwoch in Meseberg verabschiedete. Im Vorjahreszeitraum erlaubte die schwarz-rote Koalition den Angaben zufolge Exporte im Wert von etwa 2,9 Milliarden Euro.

Rund drei Viertel (76 Prozent) des Wertes der von der Regierung aus SPD, Grünen und FDP im laufenden Jahr genehmigten Exporte ging laut Ministerium an EU- und Nato-Staaten sowie an Länder, die der Nato gleichgestellt sind. Die verbleibenden 24 Prozent, die an Drittstaaten gingen, sind trotz Waffenlieferungen an die Ukraine bislang geringer als in den beiden Vorjahren. 2021 lag der Anteil demnach bei 63,6 Prozent, 2020 bei 50,1 Prozent.

Unter diesen so genannten Drittländern war die von Russland angegriffene Ukraine mit 56 Prozent des Exportwerts die wichtigste Empfängerin. Sie erhielt Rüstungsgüter im Wert von rund 686 Millionen Euro. Für Ausfuhren in Entwicklungsländer (ohne die Ukraine) wurden nach den Angaben des Wirtschaftsministeriums 2022 bisher Genehmigungen im Wert von 28,5 Millionen Euro erteilt, was 0,6 Prozent entspricht.

Der vom Kabinett verabschiedete Rüstungsexportbericht für das vergangene Jahr betrifft vor allem Entscheidungen der vorigen Bundesregierung, die bis zum 8. Dezember im Amt war. Diese erlaubte kurz vor dem Antritt der Ampel-Koalition noch Rüstungsexporte für 4,91 Milliarden Euro obwohl sie nur noch geschäftsführend im Amt war.

dpa